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Wasservergiftung
Lisa Scholl

Lisa Scholl

Wasserfilter-Expertin

Eine Hyperhydration erkennen: Symptome einer Wasservergiftung

Ohne die externe Zufuhr von Wasser über die Nahrungsmittel oder den Konsum von Getränken ist der menschliche Organismus nicht lebensfähig. Wasser leitet nicht nur gefährliche Giftstoffe aus dem Körper und ist an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt. Vielmehr dient Wasser als Transportmittel für die Nährstoffe sowie den Sauerstoff. Zu viel Wasser zu konsumieren, kann jedoch ebenfalls schädlich sein, denn eine Wasservergiftung kann im Extremfall zum Tod führen. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff, wie viel Wasser sollte man über den Tag aufnehmen und welche Symptome kennzeichnen die Hyperhydration? Wie handelt man im Notfall und welche Personen sind besonders gefährdet? Dieser Artikel liefert Antworten!

Eltern erinnern ihre Kinder regelmäßig daran, ausreichend Wasser zu konsumieren, um die Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Und auch Mediziner raten ihren Patienten und Patientinnen, den Wasserhaushalt im Auge zu behalten und sich vor einer Dehydration zu schützen. Doch wer zu große Wassermengen zu sich nimmt, läuft Gefahr, an einer Hyperhydration zu erkranken.

Eine Wasservergiftung, auch Hyperhydration (Hyperhydratation) genannt, beschreibt einen gestörten Salzhaushalt in Folge einer erhöhten Wasseraufnahme. Betroffene, die an einem Tag große Mengen an Wasser zu sich nehmen, zeigen dabei spezifische Symptome.

Der Grund für das Unwohlsein: Zwar benötigt der Körper mehrere Liter Wasser pro Tag, um die Nährstoffe, Mineralstoffe und Salz zu transportieren, doch zu viel Wasser verdünnt das Blut und reduziert die Salzkonzentration.

Was passiert bei einer Wasservergiftung im Körper?

Damit der menschliche Körper funktioniert, werden die aufgenommenen Nährstoffe, Mineralstoffe und Salze zu den Körperzellen transportiert. Die Nährstoffe, allen voran Kalium und Natrium, bezeichnet man als Elektrolyte. Sie gewährleisten unter anderem die Aufrechterhaltung der Funktionen des menschlichen Organismus.

Werden 1 bis 3 Liter Wasser getrunken, werden die Zellen ausreichend versorgt. Übersteigt die Flüssigkeitszufuhr innerhalb von 3 Stunden dagegen die Empfehlungswerte, gelangt zu viel Flüssigkeit in das menschliche Gewebe. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn 5 bis 6 Liter Wasser in kurzer Zeit konsumiert werden.

In der Folge sinkt die Salzkonzentration, da Nährstoffe aus den Zellen geschwemmt werden. Der Körper schaltet in den Notfall-Modus und verhindert, dass Salze über den Urin ausgeschieden werden. Der Betroffene kann also trotz hoher Wasseraufnahme kein Bedürfnis empfinden, die Toilette aufzusuchen.

Stattdessen sammelt sich das Wasser im Körper an. Im schlechtesten Fall betrifft dieser Umstand das Hirngewebe, wo die Flüssigkeit Druck auf das Gehirn ausübt. Der Schädel bietet jedoch nicht ausreichend Platz zum Ausdehnen. Dies wiederum kann zu Herzrhythmusstörungen führen. Auch die Funktion der Nieren kann sich reduzieren oder eingestellt werden, wenn Wasser eintritt.

Wie viel Wasser sollte man trinken?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt der Altersgruppe von 19 bis 51 Jahren eine Flüssigkeitsaufnahme von 2650 Milliliter pro Tag, wenn ein durchschnittlicher Energieumsatz von 2650 Kilokalorien vorliegt. Das Urinvolumen entspricht dabei dem Trinkvolumen.

Dabei gilt der Empfehlungswert unter folgenden Bedingungen:

  • Es handelt sich um durchschnittliche deutsche Klimabedingungen. Bei heißem Wetter gelten andere Werte.
  • Es wird eine durchschnittliche Menge Kochsalz aufgenommen.
  • Der Mensch verfolgt eine durchschnittliche Ernährungsweise.
  • Der Mensch befindet sich in einem durchschnittlichen Gesundheitszustand.
  • Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall oder Fieber liegen nicht vor.

Zudem weist die DGE darauf hin, dass sich der Flüssigkeitsbedarf erhöhen kann. Dies ist unter folgenden Umständen möglich:

  • Es liegt ein höherer Energieumsatz vor.
  • Es ist ungewöhnlich heiß.
  • Die Luft ist kalt und trocken.
  • Es wird viel Salz aufgenommen.
  • Die Mahlzeiten enthalten zum Großteil Proteine.
  • Durchfall, Fieber und Erbrechen stören den Elektrolyt-Haushalt.

Wer viel Sport treibt oder beruflich bedingt zu einer hohen körperlichen Aktivität neigt, sollte seine Mineralstoffzufuhr kontrollieren. Dafür kann das Leitungswasser gefiltert und anschließend mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Calcium- oder Magnesium-Tabletten angereichert werden.

Doch Vorsicht: Der Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln sollte ausschließlich in Absprache mit einem Arzt realisiert werden, der eine fachliche Empfehlung auf Basis eines Bluttests abgeben kann.

Interessierte, die einen Wasserfilter selber bauen und bares Geld sparen möchten, benötigen eine Wasserflasche, Stoff, Holzkohle, Kieselsteine, eine Schnur und ein Messer. Einfacher ist der Erwerb eines professionellen Wasserfilters.

Wann ist zu viel Wasser schädlich?

Innerhalb von 16 Stunden sollten maximal 3 Liter Wasser aufgenommen werden. Auf diese Weise wird die Leistungsfähigkeit der Organe und des Gehirns erhalten. Schon 5 Liter in wenigen Stunden können zu einer Hyperhydration führen.

Ein Erwachsener mit einem Körpergewicht von circa 70 Kilogramm könnte bei einer Flüssigkeitszufuhr von 5 bis 6 Litern Wasser in einem Zeitraum von wenigen Stunden akut erkranken. Auch Wett-Trinken birgt deswegen eine Gefahr.

Die Symptome einer Wasservergiftung

Die Symptome einer Wasservergiftung sind zum Teil unspezifisch. In besonders schweren Fällen mit einem Konsum zwischen 5 und 10 Litern Wasser pro Tag ist sogar ein komatöser Zustand oder der Tod möglich.

Doch welche konkreten Symptome lassen sich benennen?

  • Allgemeines Unwohlsein
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Hirndruck
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Atemnot
  • Krämpfe
  • Herzrhythmusstörungen
  • Verwirrtheit
  • Schläfrigkeit (Lethargie)
  • Geringer bis gar kein Harndrang

Was sollte man bei einer Wasservergiftung tun?

Wer eine große Menge Wasser trinkt und Symptome feststellt, sollte umgehend einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren. Dies kann ab 3 Litern der Fall sein. So können schwere Folgen wie ein Koma vermieden werden.

Ein Tipp: Besteht kein Harndrang, kann dieser in einigen Fällen medikamentös ausgelöst werden. Aber auch vermeintlich harmlose Symptome wie Erbrechen sollten nicht unterschätzt werden.

Hyperhydration: Welche Personen sind besonders gefährdet?

Besonders gefährdet sind Extrem- und Leistungssportler, Menschen mit Vorerkrankungen und Säuglinge. Sportler schwitzen viel und benötigen aufgrund der erhöhten körperlichen Aktivität größere Mengen Wasser als Menschen mit einer durchschnittlichen Aktivität oder einem Bewegungsmangel.

Sie sollten jedoch größtenteils auf hypertonische Getränke zurückgreifen, statt Leitungswasser zu trinken. Gleichzeitig ist es von Bedeutung, dass Sportler lernen, die Wasserzufuhr zu dosieren. Denn insbesondere Ausdauersportler neigen dazu, zu viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Menschen, die unter einer Nieren-, Herz- oder Leberschwäche leiden und nicht ausreichend Urin ausscheiden, sind ebenfalls gefährdet. Experten raten zudem dazu, dass Säuglinge unter 6 Monaten kein Wasser trinken sollten. Der Grund: Ihre Nierenfunktionen sind noch nicht ausgebildet.

Mit fortschreitendem Alter können Babys dann langsam an Wasser gewöhnt werden. Und auch über die erste Babynahrung nehmen die Kleinen etwas Wasser auf. Doch ist herkömmliches Wasser geeignet für Babynahrung? Hier gilt: Wasser für Säuglinge und Kleinkinder sollte entweder abgekocht oder gefiltert werden.