Salzwasser trinken – Ist das gesund?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Menge von höchstens 6 Gramm Salz. Ein dauerhaft hoher Salzkonsum steht seit Jahren im Verdacht, das Risiko für Herz Kreislauf Erkrankungen und Bluthochdruck zu erhöhen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät zu einer moderaten Aufnahme und empfiehlt weniger als 2 Gramm Natrium pro Tag, was etwa 5 Gramm Salz entspricht.
Mehrere Studien untersuchten in den vergangenen Jahren, wie sich unterschiedliche Mengen von Natrium auf die Gesundheit auswirken. In einer internationalen Vergleichsstudie mit Daten aus 18 Ländern analysierten Forschende den Zusammenhang zwischen Natrium, Kalium, hohem Blutdruck und im Extremfall verfrühtem Tod.
- Die Ergebnisse zeigen, dass sehr hohe Mengen problematisch sein können, während moderate Werte nicht automatisch negative Auswirkungen haben müssen. Dennoch bleibt ein übermäßiger Konsum von Salz ein möglicher Grund für gesundheitliche Konsequenzen, etwa für Bluthochdruck.
Ein Blick auf Daten des Robert-Koch-Instituts verdeutlicht, dass viele Menschen in Deutschland bereits mehr Salz aufnehmen als empfohlen. Laut Auswertungen des Deutschen Erwachsenen-Gesundheitssurveys (DEGS) liegt der durchschnittliche Salzkonsum bei etwa 8,4 Gramm pro Tag bei Frauen und rund 10 Gramm bei Männern. Diese Werte überschreiten die Empfehlungen der DGE und zeigen, dass Salz in der täglichen Ernährung in einer Vielzahl von Lebensmitteln vorkommt.
Wichtige Funktionen von Natrium in Wasser & Nahrung
Andersherum gilt aber auch: Steht zu wenig Salz zur Verfügung, wird der Wasserhaushalt ebenfalls gestört. Denn Natrium erfüllt wichtige Aufgaben im Körper. Es gehört zu den zentralen Elektrolyten und unterstützt den Wasserhaushalt, den Elektrolythaushalt, die Funktion von Muskeln und Nerven sowie die Regulation des Blutdrucks. Ohne diese Mineralien könnten Zellen, Organe und Körperzellen ihre Aufgaben nicht erfüllen. Sowohl ein Zuviel als auch ein Mangel können daher zu Elektrolyt-Ungleichgewichte führen.
Solche hilfreichen Mineralstoffe gelangen überwiegend über die Ernährung in den Organismus. Welche Rolle Wasser bei der Versorgung mit Mineralien tatsächlich spielt, ist Gegenstand weiterer Studien. Ernährungswissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass die Aufnahme dieser Stoffe in erster Linie über Lebensmittel erfolgt und Trinken meist nur einen kleineren Beitrag zur täglichen Versorgung leistet.
Der natürliche Natriumgehalt von Wasser kann dabei regional unterschiedlich sein, da auch Magnesium, Kalium und andere Stoffe natürlicherweise darin vorkommen. Manche Hersteller von Mineralwasser filtern bestimmte Mineralstoffe heraus, während andere diverse Stoffe hinzufügen. Wer den Konsum von Natrium über das Wasser verringern möchte, muss daher gezielt nach Wassersorten mit kleinerem Anteil von Salz suchen. Wasser ohne Mineralien erhält hingegen nur, wer das Leitungswasser filtert.
Was sind die Vorteile und Nachteile beim Salzwasser trinken?
Salz, genauer Natriumchlorid, zählt zu den wichtigen Elektrolyten und spielt eine zentrale Rolle für den Elektrolythaushalt, den Wasserhaushalt und verschiedene Funktionen von Zellen und Muskeln. Dennoch ist bislang nicht eindeutig geklärt, in welchem Umfang der Körper Mineralien wie Natrium, Kalium oder Magnesium tatsächlich über Salzwasser aufnehmen kann.
Einige Studien und Beobachtungen aus der Ernährung deuten darauf hin, dass kleine Mengen Salzwasser die Verdauung unterstützen könnten, etwa durch eine Anregung der Magensäureproduktion. Auch im Zusammenhang mit dem allgemeinen Wohlbefinden wird dieser Effekt gelegentlich diskutiert. Ernährungswissenschaftler betonen jedoch, dass belastbare wissenschaftliche Belege dafür bisher begrenzt sind.
Gleichzeitig kann der zusätzliche Konsum von Salzwasser auch Risiken bergen. Viele Menschen nehmen bereits über ihre tägliche Ernährung eine relativ hohe Menge Salz auf. Ein zusätzlicher Schluck Salzwasser kann den Salzgehalt im Blut weiter erhöhen und damit langfristig negative Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nieren oder den Elektrolythaushalt haben.
In bestimmten Situationen, etwa bei starken Elektrolyt-Ungleichgewichten oder in Notfällen, können Elektrolytlösungen sinnvoll sein. Für den Alltag gilt jedoch: Wer unsicher ist, sollte eine solche Anwendung immer ärztlich abklären. Tipps und Empfehlungen aus dem Internet ersetzen keine medizinische Antwort auf individuelle Fragen zur Gesundheit.
Abnehmen mit Salzwasser – Geht das?
Immer wieder wird in Social Media und in verschiedenen Beiträgen diskutiert, ob Salzwasser zu trinken beim Abnehmen helfen kann. Die Idee dahinter: Ein Glas Wasser mit einer kleinen Prise Meersalz soll den Magen füllen, den Durst stillen und gleichzeitig den Körper mit Elektrolyten wie Natrium versorgen. Befürworter sehen darin eine mögliche Alternative mit Geschmack zu stark zuckerhaltigen Getränken und vermuten positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden.
Wissenschaftlich lässt sich diese Annahme jedoch bislang nicht eindeutig bestätigen. Ernährungswissenschaftler weisen darauf hin, dass der Konsum von Salz überwiegend über die tägliche Ernährung erfolgt und zusätzliche Mengen über Salzwasser in vielen Situationen keinen nachweisbaren Vorteil bieten. Auch zum Zusammenhang zwischen Flüssigkeitszufuhr, Salzkonsum und Gewichtsregulation liegen bisher nur begrenzte Studien vor.
Eine Auswertung der INTERMAP-Studie des Imperial College London deutet sogar darauf hin, dass ein höherer Salzkonsum mit steigendem Körpergewicht zusammenhängen kann. In der Untersuchung zeigte sich, dass bereits eine zusätzliche Menge von etwa 1 Gramm Salz pro Tag bei einem Teil der untersuchten Menschen mit einer Gewichtszunahme verbunden war.
Diese Ergebnisse zeigen, dass der Zusammenhang zwischen Salz, Ernährung, Flüssigkeit und Körpergewicht komplex ist und pauschale Aussagen zu möglichen Vorteilen von Salzwasser trinken derzeit nicht möglich sind.
Derzeit kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob die Salzaufnahme über die Nahrung ausreicht oder zusätzlich durch Wasser realisiert werden sollte.
Sole-Trinkkur als Trend
Berichte über Sole-Trinkkuren finden sich bereits in historischen Quellen. In den vergangenen Jahren taucht das Thema erneut verstärkt in Social Media und Gesundheitsblogs auf. Der Trend, morgens Salzwasser zu trinken, wird unterschiedlich bewertet: Einige sehen darin mögliche Vorteile für Verdauung, Wohlbefinden und den Elektrolythaushalt, während Ernährungswissenschaftler und Mediziner auf fehlende wissenschaftliche Belege zur Einordnung als Wahrheit hinweisen.
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Was ist eine Sole-Trinkkur und wie funktioniert sie?
Eine Sole ist eine Mischung aus Wasser und Salz, häufig Kristallsalz aus dem Himalaya. Die japanische Wasserkultur geht noch einen Schritt weiter. Hier wird das Wasser lauwarm getrunken.
Die Sole-Trinkkur aus dem Glas soll das Wohlbefinden verbessern, den Körper entsäuern, die Verdauung anregen, den Schlaf fördern und Disharmonien im Körper beseitigen können. Dabei wird ein Glas stilles Wasser mit einem Teelöffel Sole angereichert und morgens konsumiert. Nichts dieser Wirkung ist wissenschaftlich bisher eindeutig belegt.
Ein bewusster Umgang mit Flüssigkeitszufuhr, Trinkwasser und Ernährung bleibt daher entscheidend. Wer sich für solche Methoden interessiert, sollte vor allem die Konzentration und das Gleichgewicht mit dem übrigen Salzkonsum im Blick behalten und bei Unsicherheiten medizinischen Rat einholen, denn zu hohe Salzkonzentrationen können im Gegenteil zu Problemen wie Dehydrierung, Übelkeit oder Elektrolyt Ungleichgewichten führen. Empfohlen wird daher nur etwas Salz im Wasser, in einer so geringen Dosis, dass es kaum zu schmecken ist.
Ein Tipp: Zur Stützung möglicher positiver Effekte sollte das Wasser gefiltert werden. Auf diese Weise werden Kalk und Giftstoffe zuverlässig entfernt.
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Das Fazit: Sollte man Salzwasser trinken?
Eine neue Studie aus Kanada gibt Hinweise darauf, dass die Empfehlungen von der WHO und der DGE zur täglichen Salz-Menge womöglich nicht mehr aktuell sind. Denn die Forschergruppe fand heraus, dass ein Salzkonsum ab 12 Gramm pro Tag Erkrankungen begünstigen kann, während eine geringere Salzaufnahme bei den Probanden nicht mit den typischen Krankheiten in Verbindung gebracht werden konnte.
Ob der Konsum von Wasser mit einem hohen Salzgehalt bei der Gewichtsreduktion hilft, kann derzeit nicht beurteilt werden. Auch der Trend “Sole” stützt sich auf keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Nutzer berichten von einem gesteigerten Wohlbefinden. Allerdings ist noch nicht klar, ob und wie der Körper Mineralstoffe aus dem Wasser aufnehmen kann. Es kann sich demnach als sinnvoller erweisen, das Leitungswasser zu filtern und pur zu genießen.




