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Lisa Scholl

Lisa Scholl

Wasserfilter-Expertin

WAS IST DER TDS-WERT?

Wer ein TDS-Messgerät verwendet, um die Qualität des Trinkwassers zu messen, ist wahrscheinlich auf dem Holzweg. Aufgrund der Art des Tests gibt der TDS-Wert Auskunft über die Menge an Mineralien, Salzen und Metallen im Trinkwasser, die eine elektrische Leitfähigkeit aufweisen.

Stoffe wie Kalzium, Magnesium und Eisen werden dabei ebenfalls erfasst, sind für den Menschen aber unbedenklich. Schwermetallrückstände hingegen sind gefährlich. Der TDS-Wert gibt lediglich die Menge der gelösten Feststoffe im Wasser an, die als “Total Dissolved Solids” bezeichnet wird, aber nicht, welche Stoffe tatsächlich enthalten sind.

Absolut reines Wasser kann keinen Strom leiten, denn das Wassermolekül ist neutral und hat weder eine positive noch eine negative Ladung. Die Messgröße Mikrosiemens (µS) gibt die elektrische Leitfähigkeit eines Stoffes an. Die gelösten leitfähigen Teilchen können in die Summe in der gebräuchlichen Einheit mg/l (Milligramm pro Liter) oder in Englisch ppm (parts per million) umgerechnet werden. Es wird der folgende Umrechnungsschlüssel verwendet: 1,2 µS/cm = 1 ppm = 1 mg/l.

TDS Werte für Trinkwasser

WIE WIRD DER TDS-WERT GEMESSEN?

Ein TDS-Messgerät ist ein kleines, einfach zu bedienendes Handgerät und auch für den Hausgebrauch geeignet. Es liefert einfache, gut ablesbare Messungen, wenn Referenzwerte vorhanden sind. Auch viele Hobbychemiker bestellen sich diese Geräte über das Internet, die sich aufgrund ihrer einfachen Handhabung und Benutzerfreundlichkeit immer größerer Beliebtheit erfreuen. Ein Wert von 40 ppm bedeutet, dass von einer Million Teilchen 40 Ionen gelöst sind und der Rest (= 999 960) aus Wassermolekülen besteht.

Der TDS-Wert lässt keine Rückschlüsse auf die Art der gelösten Stoffe zu. Ein hoher TDS-Wert ( ≥ 400 ppm) deutet lediglich darauf hin, dass sich mehr Mineralien, Salze oder Metalle im Trinkwasser befinden. Der TDS-Wert ist ein rein quantitatives Maß für die Menge der im Wasser gelösten Stoffe. Er kann nicht verwendet werden, um festzustellen, ob diese Stoffe gesundheitsfördernd oder -schädlich sind.

Nicht nur die durchschnittlichen Messwerte im deutschen Mineral- und Leitungswasser sorgen für mehr Verwirrung als Klarheit, sondern auch die offiziell festgelegten Grenzwerte der EU, der USA und der WHO.

TDS-DURCHSCHNITTSWERTE (PPM) IM DEUTSCHEN WASSER

Obwohl der TDS-Wert nicht viel über die Wasserqualität aussagen kann, gibt es dennoch Grenzwerte für ihn. Die Verbraucher können eine der vielen ppm-Tabellen verwenden, um zu sehen, wo ihr Leitungswasser in dem TDS-Spektrum liegt.

In der folgenden Tabelle wird angezeigt, wie viel TDS in deutschem Leitungs- und Mineralwasser zu finden ist. Diese variieren je nach Art des Wassers oder der Herkunft. Die Leitfähigkeit gibt allerdings keine Aussage darüber, wie gesund das Wasser tatsächlich ist.

Es zeigt sich, dass es ernsthafte Meinungsverschiedenheiten über die empfohlenen oder zulässigen Höchstwerte gibt. Aber Deutschland legt der Wasserqualität nach der Trinkwasserverordnung auch ein weitaus breiteres Spektrum von Kriterien als nur den TDS-Wert zugrunde.

FESTGELEGTE GRENZWERTE DER EU, DER USA UND DER WHO

Wer sich die festgelegten Grenzwerte der anderen Länder und der WHO anschaut, wird feststellen, dass sie stark voneinander abweichen.

Es ist falsch zu sagen, dass nur Wasser mit einem sehr niedrigen TDS-Wert (≤100 ppm) gesundheitsfördernd ist. Es kommt auf die Art der Stoffe an, nicht auf die Menge. Selbst kleinste Mengen von Schwermetallen, wie Kupfer oder Blei, können äußerst schädlich sein.

Gesundheitsgefährdende Stoffe, die sich im Trinkwasser befinden können, aber keine elektrische Leitfähigkeit haben, können durch den TDS-Wert nicht gemessen werden. Dazu gehören Stoffe wie:

 ✅ Hormone

 ✅ Pestizide

 ✅ Keime und Bakterien

 ✅ Medikamentenrückstände

Diese Stoffe können in höheren Mengen oder auf längere Zeit auch gesundheitsschädlich sein. Deshalb ist es wichtig, dass diese Stoffe bei Qualitätschecks auch erkannt werden und gegebenenfalls herausgefiltert werden. Da ein TDS-Wert keine Aussagen über diese Stoffe machen kann, müssen unter Umständen andere Tests hinzugezogen werden, um die Trinkbarkeit des Wassers feststellen zu können.

BEDEUTET EIN NIEDRIGER PPM-WERT GESUNDES WASSER?

Wie bereits erwähnt, werden niedrige TDS- oder ppm-Werte oft mit gesundem Wasser in Verbindung gebracht. Diese Assoziation ist zwar nicht völlig falsch, aber sie enthält einen Trugschluss. So kann zwar herausgefunden werden, wie viele Feststoffe im Wasser sind, aber nicht, um welche es sich handelt.

 

ALLEIN EINE PRISE SALZ BRINGT EINEN HOHEN PPM-WERT

Ein Wasser mit einem ppm-Wert von 800 kann eine hohe Konzentration von Metallen wie Kupfer oder Blei aufweisen. Die Gesundheit wäre dadurch natürlich extrem gefährdet. Andererseits kann Wasser mit einem Wert von 0 ppm durch die Zugabe einer Prise Kochsalz ebenfalls auf diese 800 gebracht werden. Auch wenn leicht salziges Wasser nicht besonders schmackhaft ist, so ist es nicht gesundheitsschädlich oder von schlechter Qualität. Trotzdem vermittelt eine TDS-Messung gerade das.

BEWIRKEN GELÖSTE FESTSTOFFE EINE SCHLECHTE QUALITÄT DES LEITUNGSWASSERS?

Die Stoffe, die den TDS-Wert in die Höhe treiben, werden nun erneut diskutiert. Neben Schwermetallen wie Kupfer und Blei werden auch Mineralien wie Natrium, Magnesium und Kalzium in Betracht gezogen.

Einerseits benötigt der Mensch diese Mineralien zweifellos. Andererseits wird behauptet, dass diese Stoffe den Körper belasten und besser gefiltert werden sollten. Aber ein großes Glas Leitungswasser enthält etwa so viel Magnesium und Kalzium wie 100 g Emmentaler Käse. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung deckt an sich schon den Bedarf an Mineralien und Spurenelementen ab.

Ob das Filtern von Leitungswasser mit einem mäßig hohen ppm-Wert notwendig ist, ist aus gesundheitlicher Sicht also irrelevant. In jedem Fall haben alle Stoffe im Wasser aber einen Einfluss auf den Geschmack.

WELCHE SCHADSTOFFE WERDEN BEIM TDS-WERT NICHT ERFASST?

Es ist nun offensichtlich, dass ein TDS-Wert, ein Mikrosiemens-Wasserspiegel oder eine ppm-Messung keine Auskunft über die Wasserqualität geben. Enthaltenes Chlorid, Carbonate oder sulfathaltiges Wasser zeigen die Leitfähigkeit an. Da all diese Messungen auf der Leitfähigkeit beruhen, bleiben nicht-leitfähige Stoffe unentdeckt.

Viele Messungen haben, wie bereits erwähnt, Schwierigkeiten, Schadstoffe wie Schwermetalle, Pestizide, Fungizide, Hormone, Arzneimittelrückstände und nicht zuletzt Mikroplastik zu erkennen und von nicht-schädlichen Stoffen zu differenzieren.

So gelangen beispielsweise Pestizide und Fungizide über die Landwirtschaft ins Grundwasser oder in die Atmosphäre und schließlich in den Wasserkreislauf, ebenso wie Mikroplastik, hormonelle Substanzen und unsachgemäß entsorgte Medikamente, die sich negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirken.

Der Wasserkreislauf ist seit langem ein globales Umweltproblem, das vor allem durch die Verschmutzung durch Mikroplastik vorangetrieben wird. So hat die Forschung beispielsweise bereits winzige Plastikteile am Nordpol gefunden, die sich dort weit entfernt von ihrem Ursprungsort befinden.

Auch die Ökobilanz von Leitungswasser ist deutlich besser als die von Mineralwasser, wenn es um Trinkwasser geht. Flaschenherstellung, Flaschenreinigung, Abfüllanlagen, Transport, Rücktransport bei Mehrwegflaschen oder Entsorgung bei Einwegflaschen entfallen bei dem Wasser aus der Leitung.

Mineralwasser benötigt mehr als das Tausendfache an Energie, um die gleiche Menge herzustellen. Wasser aus dem Ausland oder aus weit entfernten Regionen weist eine besonders schlechte Umweltbilanz auf. Selbst regional abgefülltes Mineralwasser von einem nahegelegenen Anbieter ist 100 Mal weniger umweltfreundlich als Leitungswasser.

 

MEDIKAMENTE ALS RISIKO IM TRINKWASSER

Deutsche Kläranlagen fungieren aufgrund der Trinkwasserverordnung als ein hervorragendes Filtersystem, aber absolute Sicherheit und Effizienz sind nicht garantiert. Das liegt zum einen an der immer länger werdenden Liste der Stoffe und der Vielfalt, zum anderen an der Tatsache, dass bestimmte Medikamente wieDiclofenac sehr schwer biologisch abbaubar sind und lange Zeit bestehen bleiben.

Experten warnen daher immer wieder davor, Medikamente über die Toilette zu entsorgen, da dies sowohl der Umwelt als auch den Menschen direkt schadet. Aber auch beim Duschen, Händewaschen oder der normalen Toilettenbenutzung gelangen Rückstände in den Wasserkreislauf. Da die alternde Bevölkerung immer mehr Medikamente einnimmt, kann dies zu einem erheblichen Risiko führen.

WOFÜR KANN EINE TDS-MESSUNG DANN HILFREICH SEIN?

Nach der Ersteinrichtung des Systems kann anhand des TDS-Wertes festgestellt werden, ob der Filter ordnungsgemäß funktioniert oder richtig angeschlossen wurde. Allerdings gibt dieser Wert keine Auskunft über die Wasserqualität. Vielmehr wird die Wasserqualität dadurch bestimmt, welche Stoffe in welchen Konzentrationen im Trinkwasser gelöst sind.

Die Tatsache, dass auch nicht leitfähige Stoffe im Wasser vorhanden sind, kann zu irreführenden Beurteilungen der Wasserqualität auf der Grundlage von TDS-Werten führen. Arzneimittelrückstände oder Pestizide beispielsweise, die entweder über Abwässer aus Privathaushalten oder aus der Landwirtschaft in den privaten Wasserkreislauf gelangt sind, lassen sich im Trinkwasser durch eine TDS-Messung nicht nachweisen. Ein guter TDS-Wert allein reicht also nicht aus, um eine zuverlässige Aussage über die Wasserqualität zu treffen.

Umkehrosmoseanlagen sind besonders anfällig für Verschmutzung, wenn die Filter nicht regelmäßig gewechselt werden, was zu einer Verringerung der Filterleistung führt. Dadurch wird die Membran gezwungen, eine höhere Filterleistung zu erbringen, wodurch sich ihre Lebensdauer verkürzt. Dies hat zur Folge, dass die teureren Membranen vorzeitig ausgetauscht werden müssen.

Deshalb ist es auch möglich, die Entwicklung des Osmosewassers anhand einer TDS-Messung zu verfolgen und zu erkennen, wann es Zeit ist, Filter und Membranen zu wechseln. Der TDS-Wert im Osmosewasser sollte nie über 30 liegen.

WIE KANN MAN DIE WIRKLICHE TRINKWASSERQUALITÄT HERAUSFINDEN?

Mit einer TDS-Messung lässt sich die Leitfähigkeit des Trinkwassers in Mikrosiemens oder ppm abschätzen. Aus den bereits genannten Gründen sollte dies jedoch nur als grober Indikator für die Wasserqualität angesehen werden. Beispielsweise demineralisiertes Wasser kann mit niedrigen ppm-Werten in diesen Messungen trügerischerweise so aussehen, als wäre es von guter Qualität und trinkbar. Jedoch können sich trotzdem Schadstoffe in der Probe befinden. Der Mensch braucht auch bestimmte Mineralien im Trinkwasser, um seine Gesundheit aufrechtzuerhalten.

Informationen über die Qualität des Trinkwassers können vor dem Verbrauch beim Gesundheitsamt oder beim Wasserversorger eingeholt werden. Nach der deutschen Trinkwasserverordnung, § 21, Absatz 1, sind die Versorger verpflichtet, analytische Daten und Qualitätsinformationen zur Verfügung zu stellen. Diese werden häufig online oder, falls erforderlich, auf Anfrage bereitgestellt.

Alle Wasserversorger stellen Informationen über ihr Versorgungsgebiet zur Verfügung. Doch die Qualität des Wassers, das über den Wasserzähler eines Haushalts fließt, kann durch den Zustand der Haushaltsleitungen beeinflusst werden. Außerdem werden Hausbrunnen nicht geprüft, so dass die Verbraucher dort auf sich allein gestellt sind.

EINFACHE MESSUNG DES PH-WERTES

Der pH-Wert des Wassers ist entscheidender für seine Qualität. Saures Wasser mit einem pH-Wert von weniger als 7,0 absorbiert Kupfer. Wenn also der Lieferant saures Wasser liefert und im Haus Kupferrohre verwendet werden, wird die Wasserqualität beeinträchtigt.

Zur Ermittlung des pH-Werts kann entweder der vom Wasserversorger angegebene pH-Wert oder ein Lackmustest verwendet werden. Lackmuspapier ist sowohl online als auch in Apotheken leicht erhältlich. Ein Streifen Lackmuspapier wird in Wasser getaucht, und nach einigen Augenblicken ist der pH-Wert des Wassers an der Farbe zu erkennen. Er liefert auch Informationen über Wasserhärte, Chlorgehalt, Eisen, Nitrat, Nitrit und Alkalinität.

WEITERE MESSDATEN ZUR TRINKWASSERQUALITÄT

Neben dem pH-Wert gibt es weitere Parameter, die von der Bundesregierung zur Messung der Trinkwasserqualität herangezogen werden. Diese sind:

Das Wasser muss die Anforderungen der Verbraucher an Geruch, Trübung und Farbe erfüllen und darf keine ungewöhnlichen Veränderungen aufweisen.

Ein Liter Trinkwasser sollte nicht mehr als 50 mg Nitrat enthalten und nicht mehr als 2 mg Kupfer, 0,02 mg Nickel und 0,01 mg Blei.

In einem Liter Trinkwasser dürfen nicht mehr als 0,1 µg eines einzelnen Pestizids enthalten sein, und die Gesamtkonzentration aller Pestizide darf nicht mehr als 0,5 µg betragen.

In 100 Millilitern (ml) Wasser dürfen keine Escherichia coli, Enterokokken oder coliforme Bakterien vorhanden sein.

Bei 22 °C darf das Leitungswasser nicht mehr als 20 koloniebildende Einheiten pro ml enthalten.

ANALYSE DURCH DIENSTLEISTER

Alle bisher genannten Messungen, Prüfungen und Informationsmöglichkeiten bleiben jedoch bis zu einem gewissen Grad unsicher. Denn die Trinkwasserverordnung gilt nur bis zur Wasseruhr. Das Leitungswasser im eigenen Haus kann jedoch entscheidend durch die Installationen beeinflusst werden.

Die einzige Möglichkeit, die Reinheit des Wassers sicherzustellen, besteht darin, es von einem angesehenen Labor oder dem Wasserversorger untersuchen zu lassen. Für eine Wasseranalyse ist nur eine winzige Probe des Leitungswassers erforderlich, aber die Kosten und der Umfang der Analyse variieren.

Eine Wasseranalyse ist allerdings auch nicht immer repräsentativ für die Wasserqualität, da sie nur eine einzige Momentaufnahme liefert. Sie kann ebenso nur einen kleinen Teil aller potenziellen Schadstoffe testen und bietet keinen langfristigen Schutz.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter von Wasseranalysen und Wassertests. Die Wasserversorger bieten diesen Service zwar manchmal an, aber da nicht auf alle Stoffe getestet wird, sollte ein spezieller Bleitest gemacht werden, insbesondere wenn Schwangere oder Kinder im Haushalt leben.

QUALITÄT VON MINERALWASSER

Die Qualität von Mineralwässern wird von der Stiftung Warentest häufig bewertet, und die Ergebnisse sind oft überraschend. Von den 30 getesteten Mineralwässern erhielt kein einziges die Note “sehr gut”, elf wurden mit “gut” bewertet, die meisten erhielten die Note “befriedigend”. Mit “ausreichend” wurde eines der Mineralwässer bewertet.

In einigen der Wässer wurden Spuren von landwirtschaftlichen, industriellen und häuslichen Abwässern gefunden. So wurden Süßstoffe, Korrosionsinhibitoren und Abbauprodukte von Pestiziden nachgewiesen.

In PET-Plastikflaschen wurde zudem auch Acetaldehyd, das sich vor allem bei längerer Lagerung und höheren Temperaturen leicht aus dem Kunststoff löst, in abgefülltem Mineralwasser entdeckt. Alle nachgewiesenen Stoffe sind nach Angaben der Stiftung Warentest in den niedrigen Mengen jedoch noch gesundheitlich unbedenklich.

Die Mineralwässer werden ihrem Image jedoch nicht gerecht, und die Preise sind meist übermäßig hoch. Trotz ihres Namens liefert Mineralwasser nicht immer die Mineralien, die es verspricht.

Tester behaupten, dass das Leitungswasser in einigen Großstädten deutlich mehr Mineralien enthält. In Berlin zum Beispiel enthält das Trinkwasser viel mehr Kalzium als viele Mineralwässer. In München würde das Gleiche für Magnesium gelten. Wer einen hohen Mineralstoffgehalt für entscheidend hält, sollte die Angaben auf dem Flaschenwasser genau studieren und mit leicht zugänglichen Wasseranalyseergebnissen des örtlichen Leitungswassers vergleichen.

WIE VERBESSERT MAN DIE WASSERQUALITÄT?

Wer in Deutschland für eine umfassende Wasseranalyse bezahlt, erhält in der Regel ein Ergebnis, das der Trinkwasserverordnung entspricht. Der Grund dafür ist, dass Bleirohre kaum noch verwendet werden und die Wasserversorger den richtigen Säuregrad für Kupferrohre sicherstellen.

Je nach Region und Wohnsituation kann es natürlich auch zu Grenzwertüberschreitungen kommen. Bei Hausbrunnen oder selbst umgerüsteten Rohrleitungssystemen liegt die Verantwortung beim Nutzer. Vor allem diese Verbraucher profitieren von einem Wasserfilter, obwohl er für alle mehr Sicherheit bedeuten kann.

Statt also erst die Wasserqualität zu messen und TDS und ppm zu beurteilen, lohnt sich die direkte Verbesserung des Trinkwassers. Es garantiert einerseits, dass das Wasser mit einem niedrigen ppm-Wert ausfällt und andererseits, dass Schadstoffe so weit wie möglich entfernt werden.

Wer sich also für ein Filtersystem entscheidet, kann nicht nur Geld sparen, sondern auch die ohnehin schon hervorragende Qualität des Leitungswassers noch steigern. Welche Art von Filtrationsverfahren am besten geeignet ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Es gibt Sedimentfilter, Aktivkohlefilter, Ionenaustauscher, Membran-/Umkehrosmosefilter, Destillationsanlagen und Mikrofilter für die unterschiedlichen Bedürfnisse.

In hochwertigen Filtersystemen werden verschiedene Filtertypen hintereinander geschaltet, um eine besonders hohe Filterleistung zu erreichen. Alle groben und feinen Schadstoffe wie Chlor, Trihalogenmethane, Fluoride, Herbizide und Pestizide können durch Aktivkohlefilter entfernt werden.

Ein Umkehrosmosefilter ist auch in der Lage, Bakterien, Viren und andere Stoffe, die einen Aktivkohlefilter passieren können, zuverlässig herauszufiltern. Auch Kalk und Mineralien können damit leicht entfernt werden.

Im Gegensatz zu Mineralwasser, dessen Mineralstoffzusammensetzung von der Quelle abhängt, kann der Mineralstoffgehalt von gefiltertem Wasser leicht verbessert werden. Bei guten Filtersystemen fügt zum Beispiel ein Osmosefilter wichtige Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium hinzu.

WASSERFILTER FÜR BESSEREN GESCHMACK UND WENIGER RISIKO

Es ist wichtig, noch einmal zu erwähnen, dass die Wirtschaft, die Industrie, die Pharmaindustrie und die Gesellschaft als Ganzes ständig und kontinuierlich eine Vielzahl von Stoffen in den großen Wasserkreislauf einbringen. Daher können die zuständigen Institutionen keine absolute Risikofreiheit für die Verbraucher garantieren.

Durch den Einsatz eines privaten Wasserfilters im Haushalt können die Nutzer auch persönlich profitieren. Schließlich tun die Nutzer neben der Unterstützung in diesem Bereich auch geschmacklich etwas Gutes für sich. Viele Menschen kennen bereits den geschmacklichen Unterschied zwischen Leitungswasser in der Großstadt und in ländlichen Gebieten. Richtig gefiltertes Wasser ist in dieser Hinsicht noch einmal eine ganz neue Erfahrung.

Viele Nutzer wissen dies bereits zu schätzen und würden kaum zu ungefiltertem Leitungswasser zurückkehren. Das ist auch gar nicht nötig, denn es gibt so viele praktische Möglichkeiten, wie Auftisch-, Untertisch- oder Outdoorfilter.

HÄUFIGE FRAGEN ZUM TDS-WERT

Natürlich kommen so einige Fragen auf, wenn es um die Sauberkeit, Sicherheit und Gesundheit unseres Trinkwassers geht. Im Folgenden werden deshalb die am häufigsten gestellten Fragen beantwortet.

WAS WIRD MIT EINEM TDS-GERÄT GEMESSEN?

Der TDS-Wert wird verwendet, um die Menge an gelösten Feststoffen in einer Wasserprobe zu bestimmen. Er gibt somit die Gesamtmenge der gelösten Feststoffe im Wasser an. Diese Messung wird mit einem Gerät durchgeführt, das die elektrische Leitfähigkeit des Wassers misst. Vor allem Salze, Mineralien und Metalle sind elektrisch geladen. Die Menge der gelösten Partikel wird in ppm (parts per million) oder anderen Einheiten angegeben.

WOFÜR STEHT DIE MIKROSIEMENS WASSERTABELLE?

Ein TDS- oder ppm-Wert wird durch eine Messung der Leitfähigkeit des Wassers berechnet. TDS-Messgeräte geben in der Regel direkt einen ppm-Wert an, was für die meisten Verbraucher ausreichend ist. Experten und Analytiker ziehen es jedoch vor, den korrekten Wert zu verwenden, der in Mikrosiemens angegeben wird.

WIE HOCH ODER TIEF DARF DER TDS-WERT SEIN?

Ein Mineralwasser aus dem Supermarkt hat durchschnittlich 500 bis 800 ppm. Das liegt an den im Wasser enthaltenen Mineralien. Leitungswasser sollte einen ähnlichen Wert aufzeigen. Wasser, das 0 ppm enthält, hat auch so gut wie keine Mineralien, was jedoch schädlich für den menschlichen Körper ist. Daher sollte 0 ppm nicht das Ziel sein.

IST ES SINNVOLL, MIT TDS UND PPM DIE WASSERQUALITÄT ZU MESSEN?

Bei der Berechnung der TDS- und ppm-Werte werden nur gelöste Feststoffe berücksichtigt, so dass andere Schadstoffe wie Pestizide, Hormone oder Arzneimittelrückstände unbeachtet bleiben. Es ist daher unmöglich, die Wasserqualität lediglich anhand einer ppm-Tabelle zu bestimmen. Eine ganzheitliche Wasseranalyse ist die bessere Alternative.

IN WELCHEM ZUSAMMENHANG STEHT DER TDS-WERT ZUM GESCHMACK?

Die Wahrheit ist, dass Mineralien wie Natrium, Kalzium und Magnesium dem Wasser je nach der vorhandenen Menge einen einzigartigen Geschmack verleihen. Daher mögen die meisten Menschen den Geschmack von entmineralisiertem Wasser mit sehr wenig ppm nicht.

DAS FAZIT – MIT EINEM WASSERFILTER AUF DER SICHEREN SEITE

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit garantiert, dass Leitungswasser in Deutschland keine Krankheitserreger oder Schadstoffe in einer Menge enthält, die die Gesundheit gefährdet.

Allerdings wird die Qualität des Trinkwassers nur bis zum Anschluss im Haus überwacht. Danach ist es Sache des Hausbesitzers, für sauberes und sicheres Trinkwasser zu sorgen. Natürlich gibt es hier und da die Sorge, dass Kupfer oder Blei aus den Leitungen ins Trinkwasser gelangt.

Wer sich darüber Sorgen macht, kann eine Wasseranalyse beim zuständigen Wasserwerk oder bei einer unabhängigen Institution durchführen lassen, denn der TDS-Wert gibt keine Auskunft darüber, wie sicher das Trinkwasser ist, sondern nur, dass sich so etwas wie Mineralien, Salze und Metalle im Wasser befinden. Um welche es sich dabei handelt, bleibt bei dieser Messung unklar.

Auch Mineralwasser aus Flaschen weist Spuren von landwirtschaftlichen, industriellen und häuslichen Abwässern auf. So wurden bei einer Prüfung durch die Stiftung Warentest auch Süßstoffe, Korrosionsinhibitoren und Abbauprodukte von Pestiziden im Wasser nachgewiesen.

Außerdem wurde in PET-Plastikflaschen Acetaldehyd gefunden, was sich bei längerer Lagerung und höheren Temperaturen aus dem Kunststoff löst. Somit ist Mineralwasser nicht unbedingt gesünder als Leitungswasser.

Um sicherzustellen, dass das Trinkwasser aus der Leitung sicher ist, können deshalb Wasserfilter Abhilfe schaffen. Sie filtern nicht nur Schadstoffe aus der Industrie, Pharmaindustrie und der Gesellschaft aus, sondern verbessern auch den Geschmack des Wassers. Dieser wird durch die Zusammensetzung von verschiedenen Mineralien beeinflusst.