Das Wichtigste in Kürze
- Legionellen können sich in warmem Trinkwasser zwischen 30 und 50 °C vermehren und beim Duschen über Aerosole in die Lunge gelangen.
- Ein Legionellenfilter für die Dusche arbeitet mit Ultrafiltration und hält Bakterien durch feinporige Membranen zuverlässig zurück.
- Besonders relevant sind Duschfilter in sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Hotels sowie in Privathaushalten mit Risikopersonen.
- Die Lebensdauer eines Duschfilters hängt von der Wasserqualität und der Schwemmstoffdichte (SDI-Wert) ab und erfordert einen regelmäßigen Filterwechsel.
- Ergänzend zum Filtereinsatz bleibt die Einhaltung hygienischer Maßnahmen wie ausreichende Warmwassertemperaturen von mindestens 55–60 °C entscheidend.
Was ist ein Legionellenfilter?
Legionellen sind bakterielle Erreger, die besonders in künstlichen Wassersystemen wie Wasserleistungen, Boilern, Whirlpools und anderen Einrichtungen gute Wachstumsbedingungen vorfinden und sich dort bei einer idealen Wassertemperatur von 30 bis 50 Grad Celsius erfolgreich vermehren können. Stehende, warme Wassersysteme sind damit ideale Herde für die Verbreitung der schädlichen Erreger. Hier können Sie genau nachlesen, wie Legionellen in der Wasserleitung entstehen.
Die kleinen Bakterien können über den Wasserdampf in die Lunge gelangen und vor allem bei immungeschwächten und alten Menschen Lungenkrankheiten auslösen. Ein Legionellenfilter kann hier Abhilfe schaffen und das wertvolle Trinkwasser von den Bakterien reinigen. Der Filter verhindert zwar nicht die Vermehrung des Erregers, sorgt aber zuverlässig dafür, dass diese nicht in das nutzbare Trinkwasser gelangen.
Vor allem für öffentliche Einrichtungen, Schulen, Kitas oder Hotels sind die Legionellenfilter sinnvoll, da hier die Folgen eines Legionellenbefalls besonders schwerwiegend sein können.
Die Funktionsweise
Um Legionellen zuverlässig aus dem Wasser zu filtern, werden spezielle Filtersysteme eingesetzt, die Membranen mit einer sehr geringen Porengröße besitzen. Die Bakterien können diese Membran aufgrund ihrer Größe nicht passieren und setzen sich dort fest. Der Filter lässt folglich ausschließlich sauberes Wasser durch, das bedenkenlos genutzt werden kann.
Ein Legionellenfilter ist gegen Bakterien deutlich wirksamer als ein herkömmlicher Wasserfilter, beispielsweise mit Aktivkohle. Diese enthalten in der Regel zu große Membranporen, welche die kleinen Erreger ohne Probleme passieren können. Legionellenfilter arbeiten stattdessen mit der sogenannten Ultrafiltration, bei der auch kleinste Bakterien herausgefiltert werden können.
Die verschiedenen Typen
Treten die bakteriellen Erreger im eigenen Haushalt auf, stellt sich umgehend die Frage: Was bei Legionellen machen? Ein Filter kann bei einem Legionellenbefall – aber auch bereits als vorbeugende Maßnahme – schnell und unkompliziert Abhilfe schaffen und die Qualität des Wassers sichern.
Es gibt verschiedene Arten von Legionellenfiltern, die für unterschiedliche Einsatzzwecke geeignet sind: Legionellenfilter für die Dusche, Filter für den Wasserhahn sowie Filter als auch Legionellenfilter als selbstständige Armaturen.
Am relevantesten ist der Filter für die Dusche, da das Erkrankungsrisiko dort am höchsten ist. Spezielle Legionellenfilter für Duschköpfe filtern die Bakterien direkt im Duschkopf und bieten so einen sicheren Legionellenschutz.
Ein Legionellenfilter als zusätzliche Armatur wird unter der eigentlichen Duscharmatur befestigt und der Duschkopf anschließend an den Filter angeschlossen. Auch so wird das Duschwasser effektiv gefiltert und kann bedenkenlos verwendet werden.
Der Filter für den Wasserhahn wird in das Gewinde des Wasserhahns geschraubt. So fließt das Wasser zunächst durch die Armatur, dann durch den Filter und letztlich sauber aus dem Wasserhahn heraus.
Lebensdauer des Legionellenfilter-Duschkopfs
Die Lebensdauer eines Legionellenfilters für den Duschkopf ist abhängig von der sogenannten Schwemmstoffdichte. Diese wird im Silt Density Index (SDI) angegeben und zeigt an, wie viele Partikel sich im Wasser befinden.
Es gilt: Grundsätzlich besitzen Legionellenfilter bei einer durchschnittlichen Schwemmstoffdichte eine Lebensdauer zwischen acht Wochen und einigen Monaten. Besonders hochwertige Legionellenfilter für die Dusche, wie das „LONGLIFE“-Modell von Sanquell, können sogar mehrere Monate zuverlässigen Schutz vor Legionellen bieten. Nach Ablauf dieser Zeit sollte ein Austausch des Filters erfolgen.
Legionellenfilter im Überblick
Legionellenfilter Duschkopf Safety Premium
- Aus der Medizintechnik
- Langzeitschutz gegen Legionellen
- Verhindert Duschverbot vom Gesundheitsamt
- Zertifiziert & getestet
- Sofort-Versand auch in großen Mengen
- Legionellenfilter preiswert austauschbar
Inline Legionellenfilter Longlife
- hoher Durchfluss
- zertifiziert & getestet
- Langzeitschutz
- auch für Regenduschen
- Filter austauschbar
Legionellenfilter Wasserhahn Safety Tap Neo
- Aus der Medizintechnik
- Langzeitschutz gegen Legionellen
- Verhindert Duschverbot vom Gesundheitsamt
- Zertifiziert & getestet
- Sofort-Versand auch in großen Mengen
- Legionellenfilter preiswert austauschbar
Vor- und Nachteile einer Dusche mit Legionellenfilter
Der Einsatz von Legionellenfiltern bringt eine Reihe an Vorteilen mit sich. Doch genau wie in anderen Bereichen gilt auch hier: Legionellenfilter benötigen etwas Pflege, damit die Filterfunktion zuverlässig und hygienisch bleibt.
Vorteile
Der entscheidende Vorteil eines Legionellenfilters besteht in der effektiven Reinigung des Nutz- und Trinkwassers. Gute Filter entfernen dabei nicht nur Legionellen, sondern auch weitere Bakterien, Keime und Schadstoffe aus dem Wasser. Damit ist das gefilterte Wasser für den menschlichen Körper insgesamt besser geeignet und auch Allergiker sowie Menschen mit empfindlicher Haut profitieren von der Reinheit.
Zudem punktet ein Legionellenfilter mit einer einfachen Installation. Besonders der Legionellen-Duschkopf ist einfach aufzuschrauben und umgehend einsatzbereit.
Nachteile
Grundsätzlich ist ein Legionellenfilter ein sehr sicherer Schutz vor Legionellen im Trinkwasser. Doch wie so oft kann auch hier keine hundertprozentige Sicherheit garantiert werden, dass wirklich alle Bakterien herausgefiltert werden. Deshalb ist es wichtig, auf qualitativ hochwertige, geprüfte Produkte zu setzen.
Besonders bei alten, schwachen und kranken Personen sollte deshalb immer ein möglichst neuer, hochwertiger Filter eingesetzt werden, der regelmäßig gründlich gesäubert und auf Unversehrtheit geprüft wird.
Zusätzlich sollte man auf eine ausreichend hohe Wassertemperatur achten, mit welcher die schädlichen Bakterien abgetötet werden: Doch welche Temperatur tötet Legionellen zuverlässig ab? Es gilt: Mindestens 55 bis 60 Grad Celsius sind erforderlich, um Legionellen vorzubeugen und die Erreger am Wachstum zu hindern. Bei einem bereits bestehenden Legionellenbefall sind 70 Grad Celsius sinnvoll, um die Bakterien abzutöten.´
Fazit
Legionellenfilter sind sinnvolle Helfer, um öffentliche Einrichtungen und Privathaushalte vor den Gefahren einer Legionelleninfektion zu schützen. Beim Kauf sollte jedoch unbedingt beachtet werden, dass das jeweilige Produkt die gesetzlichen Normen einhält und eine hochwertige Qualität aufweist. Nur so kann gewährleistet werden, dass selbst die kleinsten Mikroorganismen herausgefiltert werden.
FAQ: LEGIONELLEN-FILTER FÜR DIE DUSCHE
Das Thema Legionellen wirft viele Fragen auf – wir haben die Antworten für Sie.
Ja.
Legionellen lassen sich durch spezielle Duschfilter mit Ultrafiltration effektiv aus dem Trinkwasser entfernen. Entscheidend ist eine feinporige Hohlfasermembran mit definiertem Durchmesser, die Bakterien und andere Mikroorganismen mechanisch zurückhält. Die Filterwirkung basiert darauf, dass Legionellen die Membranporen physikalisch nicht passieren können. Auf diese Weise wird das Risiko einer Legionellen Infektion über Aerosole beim Duschen deutlich reduziert. Wichtig für eine dauerhaft hohe Wirksamkeit sind ein regelmäßiger Filterwechsel sowie die Einhaltung der empfohlenen Nutzungszeit.
Hochwertige Produkte bieten einen sehr zuverlässigen Schutz vor Legionellenbefall, insbesondere in sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Hotels oder Haushalten mit geschwächtem Immunsystem. Die Filterkartusche hält Krankheitserreger und Partikel zurück, ohne die Wasserqualität negativ zu beeinflussen. Voraussetzung ist ein fachgerechter Einbau am Anschluss der Dusche und der rechtzeitige Austausch der Filterkartusche.
Legionellen können sich in warmen Wasserleitungen vermehren, insbesondere bei unzureichender Warmwassertemperatur. Um die Keimkonzentrationen zu senken, sollte das Wasser für mindestens drei Minuten mit rund 70 °C durch die Leitungen gespült werden. Temperaturen zwischen 55 und 60 °C gelten als Mindestmaß zur Prävention. Das Spülen ersetzt jedoch keinen Duschfilter, da sich Biofilm in den Leitungen bilden kann, aus dem erneut Bakterien freigesetzt werden.
Die Nutzungszeit hängt von der Wasserqualität und der Partikelbelastung ab. Maßgeblich ist unter anderem die Schwemmstoffdichte des Wassers. In der Praxis liegt die empfohlene Nutzungszeit meist zwischen mehreren Wochen und einigen Monaten. Ein rechtzeitiger Filterwechsel ist entscheidend, um Druckverlust, verminderte Filterwirkung und hygienische Risiken zu vermeiden. Herstellerangaben zur maximalen Einsatzdauer sollten strikt eingehalten werden.
Ein Legionellenfilter bietet Sofortschutz in Situationen mit erhöhtem Risiko, etwa nach einem bestätigten Ausbruch, bei einem behördlich angeordneten Duschverbot durch das Gesundheitsamt oder bei nachgewiesenem Legionellenbefall im Trinkwasser. Besonders relevant ist der Einsatz für ältere Menschen, Kinder oder Personen mit geschwächtem Immunsystem, da Legionellen über die Atemwege in die Lunge gelangen können. Auch in Mietwohnungen kann ein Duschfilter eine praktische Lösung darstellen, wenn keine sofortige technische Sanierung der Wasserleitungen möglich ist.



