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Osmoseanlage selber bauen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Trinkwasser aus einem deutschen Wasserhahn zählt zu den bestüberwachten Lebensmitteln weltweit und ist für den Verzehr in der Regel absolut unbedenklich. Allerdings bedeutet das nicht, dass es frei von allen Fremdstoffen ist: In den Kläranlagen werden Mineralien wie Calcium nicht entfernt, was einerseits gesundheitlich vorteilhaft ist, andererseits aber zu Kalkablagerungen und Geschmacksveränderungen führen kann.

Eine Lösung, um sowohl den Kalk als auch andere im Wasser verbleibende Stoffe herauszufiltern, bietet eine sogenannte Umkehrosmoseanlage. Dieses System verwendet einen hochspezialisierten Filtrationsprozess, der nahezu alle gelösten Stoffe aus dem Wasser entfernt. Das Endprodukt ist extrem reines Wasser, das frei von Kalk und von jeglichen anderen Verunreinigungen ist. Die Umkehrosmose ist damit eine ideale Methode, um die Qualität des Trinkwassers nach eigenen Bedürfnissen zu optimieren.

Insbesondere auf Reisen, beim Wandern oder Camping gibt es viele Situationen, in denen eine zusätzliche Wasserreinigung des Trinkwassers sinnvoll ist. Wasserfilter schaffen hier Abhilfe – doch nicht immer ist ein solcher parat. In solchen Situationen bietet es sich an, eine Umkehrosmoseanlage selbst zu bauen, die ebenso fast vollständig reines Trinkwasser liefert. Dieser Artikel liefert eine Schritt-für-Schritt-Bauanleitung für einen solchen DIY-Wasserfilter.

Ein schneller Überblick über die Osmoseanlage

Eine Osmoseanlage ist ein hochentwickeltes System zur Wasserreinigung, das sich durch seine hohe Filtrationsgenauigkeit auszeichnet. Es besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Filterstufen: Beginnend mit einem Polypropylenfilter, der Schwebstoffe wie Sand und Rost bis zu einer Feinheit von 5 Mikron herausfiltert – das entspricht etwa einem 5000’stel eines menschlichen Haares. Daran schließt sich ein Aktivkohlefilter an, der gelöste Geruchs- und Geschmacksstoffe sowie Chlor und andere organische Verunreinigungen effektiv entfernt.

Was ist eine Osmoseanlage?

Den Kern der Anlage bildet die Umkehrosmosemembran. Diese hochspezialisierte Membran lässt nur die kleinsten Moleküle, hauptsächlich Wasser, durch und hält dabei nahezu alle gelösten Schadstoffe wie Chlor, Pestizide und Erreger, wie Pseudomonaden im Trinkwasser, zurück. Das Resultat ist fast reines Wasser, das sogenannte Permeat.

Wie funktioniert die Osmoseanlage?

Der Funktionsmechanismus der Osmoseanlage beruht auf einem Drucksystem, das Wassermoleküle durch die halbdurchlässige Membran presst, während Feststoffe zurückgehalten werden. In Deutschland ist der Einsatz einer solchen Anlage vor allem nützlich, um Calcium- und Magnesiumionen zu filtern, was zu einer deutlichen Reduzierung von Kalk führt und so die Wasserqualität verbessert – insbesondere in Gebieten mit sehr kalkhaltigem Wasser.

Was filtert eine Osmoseanlage?

Eine Umkehrosmoseanlage bietet eine der gründlichsten Methoden zur Wasserreinigung überhaupt. Durch den speziellen Filter, der nur die Durchlassung von Wassermolekülen erlaubt, entfernt eine solche Anlage eine ganze Reihe an Substanzen aus dem Wasser: Neben Kalk, der besonders für die Bildung von Ablagerungen in Haushaltsgeräten verantwortlich ist, werden auch Viren, Bakterien, Hormone, Herbizide, Fungizide und Medikamentenrückstände gründlich beseitigt.

 

Frau trinkt Sauberes Trinkwasser

Kann man Osmosewasser trinken?

Doch aufgepasst: Eine Filteranlage, die mit Osmose arbeitet, entfernt nicht nur Schadstoffe aus dem Wasser, sondern auch sämtliche Mineralien, was das Endprodukt in seiner Zusammensetzung destilliertem Wasser ähnlich macht. Es wird deshalb häufig diskutiert, ob das Fehlen dieser Mineralien das Wasser ungesund macht – doch Schäden sind nicht zu erwarten, wenn sicherstellt wird, dass der Körper durch die Nahrung ausreichend mit Mineralstoffen und Salzen versorgt wird.

Osmosewasser an sich ist also nicht schädlich, bietet aber – wenn das Ausgangswasser bereits unbelastet ist – auch keine zusätzlichen gesundheitlichen Vorteile. Ist das Wasser jedoch potenziell mit Erregern belastet, kann Osmosewasser die Gesundheit effektiv schützen. Mehr Informationen dazu bietet der Artikel Osmosewasser vs. destilliertes Wasser.

Selbstgemachte Osmoseanlage – Eine Osmoseanlage selbst bauen

Der Trend, zu Hause Wasserfilter einzusetzen, nimmt immer mehr zu. Klar – denn jeder möchte gerne reines und schmackhaftes Trinkwasser direkt aus dem Hahn genießen. Diese Filter, ob für den Einsatz im Haushalt oder für Haustiere, verbessern die Wasserqualität und bieten Schutz vor Verunreinigungen.

Wer jedoch nicht gleich in teure Geräte investieren möchte oder den Wasserfilter lediglich für einen Outdoor-Ausflug braucht, kann auch selbst aktiv werden und es mit einem Selbstbau versuchen. Mit einigen einfachen Materialien lässt sich ein mechanischer Wasserfilter bauen, der ähnlich wie natürliche Filterprozesse im Boden funktioniert und so das Wasser gründlich reinigt.

Benötigte Materialien

Das Bauen einer eigenen Osmoseanlage zur Wasserfilterung ist übrigens nicht nur eine praktische, sondern auch eine lehrreiche Erfahrung: Mit einfachen Materialien und ein wenig Geschick lässt sich ein effektiver Wasserfilter kreieren, der nach dem Vorbild der Natur arbeitet. Je nachdem, wie viel Wasser gefiltert werden soll, kann eine entsprechende Gefäßgröße gewählt werden – von einer kleinen, tragbaren Flasche bis hin zu einem größeren System mit Eimern oder Kanistern.

Für den Bau werden einige grundlegende Werkzeuge und Materialien benötigt:

  • ein Taschen- oder Cuttermesser

  • eventuell eine Bohrmaschine

  • eine Säge

Für die Filtermedien werden gebraucht:

  • Kieselsteine mit rauer Oberfläche

  • feiner Kies

  • gewaschener Sand

  • Pflanzenkohle

  • Watte, Vlies oder Stoff

Wichtig ist, dass die verwendete Kohle für die Wasseraufbereitung geeignet ist – Aktivkohle ist wegen ihrer Fähigkeit, Schmutzpartikel zu binden, besonders empfehlenswert.

Je nach Filtergröße wird eine Wasserflasche mit Deckel für einen mobilen Filter oder ein Kanister für größere Mengen benötigt. Optional kann Holz zur Konstruktion eines Gestells oder Seil zum Aufhängen des Filters nützlich sein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Schritt 1: Begonnen wird damit, den Boden einer Wasserflasche oder eines Kanisters abzuschneiden. Anschließend wird ein kleines Loch in den Deckel gebohrt, der fest auf das Gefäß geschraubt wird. Nun wird das Gefäß umgedreht, sodass die große Öffnung oben und die kleine unten ist.

  • Schritt 2: Im folgenden Schritt werden Stofffetzen in die Flasche gelegt, um die kleine Öffnung abzudecken. Dies dient als erste Barriere, um zu verhindern, dass Sand und Kohle herausfallen. Daraufhin wird eine Schicht Aktivkohle eingefüllt, die feinste Partikel wie Bakterien und Feinstaub herausfiltert. Diese Schicht sollte mehrere Zentimeter dick sein.

  • Schritt 3: Über die Aktivkohle wird eine gereinigte Sandschicht gegeben, die feinere Algen und kleinere Schmutzpartikel abfängt. Darüber kommt eine Schicht Kies, die durch leichtes Rütteln festgesetzt wird, um gröbere Schmutzpartikel zu filtern.

  • Schritt 4: Abschließend wird der Kies gleichmäßig mit Kieselsteinen bedeckt, die als grober Filter dienen und größere Partikel wie Blätter und Stöcke zurückhalten.

Tipp: Für eine hohe Lebensdauer des Filters lohnt es sich, über die oberste Schicht Kiesel eine weitere Lage Stoff zu legen. Ein altes Kleidungsstück oder ein Stoffrest eignet sich hierfür ideal. Diese Schicht fängt den gröbsten Schmutz auf und lässt sich zudem leicht auswechseln. Für ein besseres Verständnis der Bauanleitung empfehlen wir zudem DIY-Videos auf einer Videoplattform wie YouTube anzusehen.

Pflege

Damit ein selbstgebauter Wasserfilter sicher und hygienisch arbeiten kann, sollte er nach regelmäßigem Betrieb gut gepflegt werden. Deshalb gilt: Der Kies sollte je nach Nutzungshäufigkeit alle paar Tage bis Wochen aus dem Filter genommen, gründlich gewaschen oder sogar ersetzt werden.

Die Kohlefilterkomponente, ob Pflanzen-, Aktiv- oder Holzkohle, bedarf ebenfalls einer Erneuerung alle paar Monate. Bei Verstopfungen hilft in der Regel bereits ein vorsichtiges Verrühren der Materialien oder ein sanftes Schütteln der Flasche. Wichtig: Wenn der Filter längere Zeit steht, können sich Keime ansammeln – daher ist es empfehlenswert, den Filter regelmäßig neu zu bauen.

Fazit

Wer zuhause oder auf Reisen einen Wasserfilter verwendet, profitiert von zahlreichen Vorteilen: Sie verbessern nicht nur den Geschmack und die Sicherheit des Wassers, indem sie gesundheitsschädliche Stoffe herausfiltern, sondern schützen auch Haushaltsgeräte vor Kalkablagerungen. Eine Osmoseanlage kann kostengünstig selbstgebaut werden, ist zeitsparend in der Anwendung und trägt ganz nebenbei noch dazu bei, den Plastikverbrauch zu reduzieren, da weniger Mineralwasser in Plastikflaschen gekauft werden muss.

Dennoch gilt: Für all jene, die auf Nummer sicher gehen möchten, sind geprüfte Osmoseanlagen aus dem Handel eine zuverlässige Wahl. Marken wie Sanquell bieten qualitativ hochwertige Produkte, die sowohl ökologisch als auch effektiv sind und die Trinkwasserqualität zuverlässig verbessern. Doch ob selbstgebaut oder gekauft – Wasserfilter sind eine umweltfreundliche Lösung, die zur Reduktion von Umweltbelastungen beiträgt und gleichzeitig die Wasserqualität des Trinkwassers erhöht.

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Lisa Scholl

Wasserfilter-Expertin

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