Was sind Legionellen?

Legionellen sind eine Art von Bakterien, die in natürlichen Gewässern wie Seen und Flüssen vorkommen können, aber auch in künstlichen Systemen wie Kühltürmen und Warmwasserbereitern wachsen können.

Lifehacks für mehr Wohlbefinden

Ben und Dana gehen für euch ins Detail, entlarven Mythen und geben konkrete Tipps und Lifehacks für sauberes Wasser und mehr Wohlbefinden durch gute Ernährung. In unserem Podcast "unfiltered | Wasser. Wellness. Wohlbefinden" beantworten unsere Experten eure Fragen.

Jetzt direkt die neue Folge hören

Das Wichtigste in Kürze

  • Legionellen sind natürliche Umweltkeime aus der Gattung Legionella, die sich in technischen Wassersystemen wie Wasserleitungen, Duschen und Wasserspeichern vermehren können.
  • Eine Infektion mit Legionellen erfolgt meist durch das Einatmen feinster Wassertröpfchen und kann eine Legionärskrankheit mit schwerer Lungenentzündung auslösen.
  • Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Raucher und Personen mit geschwächtem Immunsystem; in Deutschland werden Fälle vom Robert Koch Institut (RKI) erfasst.
  • Kritisch sind Wassertemperaturen zwischen 25 °C und 45 °C; ab mindestens 60 °C wird das Legionellenwachstum wirksam gehemmt.
  • Regelmäßige Wartung von Trinkwasser Installationen, die Vermeidung von Stagnation und die Einhaltung der Trinkwasserverordnung sind zentrale Maßnahmen zur Prävention.

Legionellen sind Bakterien aus der Gattung Legionella. Sie gehören zur Familie der Legionellaceae und kommen natürlicherweise in unserer Umwelt vor. Man findet sie in Seen, Flüssen, Grundwasser und anderen Gewässern. Dort leben sie meist in geringer Konzentration und stellen in der Regel keine Gefahr dar. Es handelt sich um sogenannte Umweltkeime, die seit jeher Bestandteil natürlicher Wasserkreisläufe sind.

Problematisch werden Legionellen vor allem dann, wenn sie sich in technischen Wassersystemen vermehren. Dazu zählen Wasserleitungen, Wasserspeicher, Duschen, Klimaanlagen oder andere Wasseranlagen. In einer Trinkwasser Installation können sich die Erreger unter bestimmten Bedingungen stark vermehren. Legionellen im Trinkwasser sind daher meist kein natürliches Phänomen, sondern entstehen durch ungünstige Temperaturen, Stagnation oder mangelnde Wartung.

Entscheidend ist nicht allein das Vorhandensein der Bakterien im Trinkwasser, sondern ihre Konzentration. Erst wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden, steigt das Risiko für eine Infektion mit Legionellen. In Deutschland regeln die Trinkwasserverordnung und weitere Regelungen den Umgang mit Legionellen im Trinkwasser und schreiben regelmäßige Kontrollen für bestimmte Anlagen vor.

Dusche Legionellen
Besonders beim Duschen besteht die Gefahr einer Infektion

Legionellen im Wassersystem – Wie sie entstehen und sich vermehren

Legionellen sind in vielen natürlichen Gewässern vorhanden. Entscheidend für das Risiko ist jedoch nicht ihr ursprüngliches Vorkommen, sondern ihre Vermehrung in technischen Wassersystemen. In Gebäuden betrifft das vor allem komplexe Trinkwasser Installationen mit verzweigten Leitungen, großen Wasserspeichern und längeren Standzeiten des Wassers.

Das Legionellenwachstum wird stark vom Temperaturbereich beeinflusst. Besonders günstig sind Wassertemperaturen zwischen etwa 25 °C und 45 °C. In diesem Bereich können sich die Bakterien gut vermehren. Unterhalb von 20 °C verlangsamt sich ihre Aktivität deutlich. Oberhalb von 55 °C wird ihre Vermehrung zunehmend gehemmt. Ab mindestens 60 °C sterben Legionellen in der Regel innerhalb kurzer Zeit ab. Deshalb gilt eine Warmwassertemperatur von mindestens 60 °C im Speicher als wichtige Maßnahme der Prävention. Auch in Leitungen sollten Temperaturen oberhalb von 60 °C erreicht werden, um das Risiko zu reduzieren.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist Stagnation. Bleibt Wasser über längere Zeit in Wasserleitungen stehen, können sich Biofilme bilden – dünne Beläge aus Mikroorganismen, in denen sich Legionella besonders gut ansiedeln kann. Solche Bedingungen entstehen häufig in selten genutzten Duschen, ungenutzten Gebäudeteilen oder schlecht geplanten Anlagen.

Auch mangelnde Wartung von Wasseranlagen oder Klimaanlagen kann Legionellen Kontaminationen begünstigen. Werden Anlagen nicht regelmäßig überprüft, steigt die Gefahr einer erhöhten Konzentration der Erreger. Aus diesem Grund schreibt die Trinkwasserverordnung in Deutschland für bestimmte Anlagen regelmäßige Untersuchungen vor. Diese Regelungen dienen dazu, das Risiko für eine Infektion mit Legionellen frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen.

Gesundheitsrisiko: Warum Legionellen gefährlich werden können

Legionellen stellen vor allem dann eine Gefahr dar, wenn sie über die Luft aufgenommen werden. Die Übertragung erfolgt nicht durch direkten Kontakt zwischen Menschen und auch nicht klassisch durch das Trinken von Wasser. Entscheidend ist das Einatmen feinster Wassertröpfchen, sogenannter Aerosole. Diese entstehen zum Beispiel beim Duschen, in Whirlpools oder in bestimmten Klimaanlagen. Gelangen die Erreger auf diesem Weg in die Lunge, kann es zu einer Legionellen Infektion kommen.

Nicht jede Infektion führt automatisch zu einer schweren Erkrankung. Viele Menschen kommen mit geringen Mengen der Bakterien in Kontakt, ohne Symptome zu entwickeln. Das Risiko steigt mit zunehmender Konzentration der Krankheitserreger im Wasser und mit der individuellen Anfälligkeit der betroffenen Person.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Raucher oder Personen mit geschwächtem Immunsystem. Für sie kann eine Infektion mit Legionellen schwer verlaufen und in einer Legionellose oder einer Legionellen Pneumonie enden. Die schwerste Form ist die sogenannte Legionärskrankheit, eine ausgeprägte Lungenentzündung, die unbehandelt zu Komplikationen oder sogar zu Todesfällen führen kann.

In Deutschland sind Fälle von Legionärskrankheit meldepflichtig. Das IfSG verpflichtet Ärzte und Labore zur Meldung bestätigter Fälle an die zuständigen Behörden. Das Robert Koch Institut (RKI) sammelt diese Daten und veröffentlicht regelmäßig Aktualisierungen und Publikationen zur Entwicklung der Fallzahlen. Die dokumentierten Fälle zeigen, dass Legionellen zwar kein Massenphänomen sind, die Krankheit jedoch ernst genommen werden muss.

Krankheitsbilder im Überblick

Ohrenschmerzen

Eine Infektion mit Legionellen kann unterschiedliche Krankheitsverläufe haben. Entscheidend sind dabei die aufgenommene Menge der Erreger, der allgemeine Gesundheitszustand und die Geschwindigkeit der medizinischen Behandlung. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptformen der Erkrankung: die Legionärskrankheit und das Pontiac Fieber. Beide werden unter dem Begriff Legionellose zusammengefasst, unterscheiden sich jedoch deutlich in Schwere und Verlauf.

Legionärskrankheit – schwere Form der Legionellose

Die Legionärskrankheit ist die bekannteste und zugleich schwerste Erkrankung, die durch Legionella pneumophila ausgelöst wird. Sie äußert sich in einer ausgeprägten Lungenentzündung, medizinisch auch als Legionellen Pneumonie bezeichnet. Typische Symptome sind hohes Fieber, Husten, Atemnot, Schüttelfrost sowie allgemeine Schwäche.

In vielen Fällen entwickelt sich die Krankheit rasch und kann unbehandelt zu schweren Komplikationen führen. Dazu zählen Atemversagen, Organstörungen und in einzelnen Fällen auch Todesfälle. Besonders bei älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen steigt das Risiko für einen schweren Verlauf.

In Deutschland werden jedes Jahr mehrere hundert bis über tausend Fälle von Legionärskrankheit gemeldet. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte höher liegen, da nicht jede Pneumonie sofort als Legionellen Infektion erkannt wird. Eine frühzeitige Diagnose durch einen Arzt ist daher entscheidend.

Pontiac Fieber – milder Verlauf ohne Lungenentzündung

Im Gegensatz zur Legionärskrankheit verläuft das Pontiac Fieber deutlich milder. Es handelt sich um eine grippeähnliche Erkrankung mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeinem Krankheitsgefühl. Eine Lungenentzündung tritt hierbei nicht auf.

Die Symptome klingen in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst ab. Todesfälle sind beim Pontiac Fieber nicht bekannt. Dennoch zeigt diese Form der Legionellose, dass eine Infektion unterschiedliche Ausprägungen haben kann – von mild bis schwer.

Wege der Infektion – Wie gelangt Legionella in den Körper?

Eine Infektion mit Legionellen entsteht fast immer durch das Einatmen kontaminierter Wassertröpfchen. Diese feinen Aerosole bilden sich überall dort, wo Wasser versprüht oder verwirbelt wird. Besonders häufig geschieht das beim Duschen. In Duschen entstehen kleinste Wassertröpfchen, die über die Luft eingeatmet werden können. Befinden sich Legionella-Bakterien in ausreichender Konzentration im Wasser, gelangen sie so in die Atemwege.

Auch Whirlpools, Kühltürme, Luftbefeuchter oder bestimmte Klimaanlagen können zur Übertragung beitragen, wenn sie nicht fachgerecht gewartet werden. In größeren Anlagen kann sich das Risiko erhöhen, wenn Wasser über längere Zeit steht oder ungeeignete Wassertemperaturen herrschen. Stagnation in Leitungen und Wasserspeichern begünstigt die Vermehrung der Erreger zusätzlich.

Das Trinken von belastetem Trinkwasser gilt dagegen in der Regel nicht als typische Ursache einer Erkrankung. Die Bakterien werden im Magen meist unschädlich gemacht. Entscheidend für eine Infektion ist der Weg über die Lunge, nicht über den Verdauungstrakt.

Wichtig ist daher nicht nur die Qualität des Trinkwassers selbst, sondern vor allem die technischen Bedingungen innerhalb von Wasseranlagen. Regelmäßige Wartung durch Fachpersonal, geeignete Temperaturen und die Vermeidung von Stagnation sind zentrale Maßnahmen, um das Risiko einer Infektion mit Legionellen zu senken.

Symptome einer Legionellose

Die Symptome einer Legionellose können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Entscheidend ist, ob es sich um eine milde Erkrankung wie das Pontiac Fieber oder um eine schwere Form wie die Legionärskrankheit handelt. In beiden Fällen beginnt die Krankheit meist unspezifisch, was die frühe Erkennung erschweren kann.

Zu den ersten Anzeichen einer Infektion mit Legionellen gehören Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost. Viele Betroffene berichten zunächst von grippeähnlichen Beschwerden. Im weiteren Verlauf kann trockener Husten auftreten, der sich bei einer Legionellen Pneumonie deutlich verstärkt.

Entwickelt sich eine Lungenentzündung, kommen Atemnot, Brustschmerzen und eine zunehmende Schwäche hinzu. Manche Patienten klagen zusätzlich über Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Übelkeit. Auch Verwirrtheit kann bei schweren Verläufen auftreten, insbesondere bei älteren Menschen.

Da sich diese Symptome kaum von anderen Pneumonien unterscheiden, wird die Ursache nicht immer sofort erkannt. Gerade bei schweren Fällen von Lungenentzündung sollte jedoch an eine mögliche Legionellen Infektion gedacht werden – vor allem dann, wenn zuvor Kontakt zu potenziell belastetem Wasser bestand.

Ein Arzt sollte umgehend aufgesucht werden, wenn hohes Fieber, anhaltender Husten oder Atemprobleme auftreten. Eine schnelle Diagnose verbessert die Prognose erheblich und senkt das Risiko für Komplikationen oder Todesfälle.

Inkubationszeit und Krankheitsverlauf

Die Inkubationszeit beschreibt den Zeitraum zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome. Bei einer Infektion mit Legionellen beträgt diese Phase in der Regel zwei bis zehn Tage. In Einzelfällen können Beschwerden auch erst nach bis zu 14 Tagen auftreten. Beim Pontiac Fieber ist die Inkubationszeit meist kürzer und liegt häufig nur bei ein bis zwei Tagen.

Der Verlauf der Erkrankung hängt stark vom allgemeinen Gesundheitszustand der betroffenen Menschen ab. Jüngere und gesunde Personen entwickeln oft mildere Symptome, während ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben.

Unbehandelt kann sich eine Legionellose rasch zu einer schweren Lungenentzündung entwickeln. Bei frühzeitiger Therapie mit geeigneten Antibiotika verbessert sich die Prognose deutlich. In schweren Fällen ist eine stationäre Behandlung notwendig, um Atmung, Kreislauf und Organfunktionen engmaschig zu überwachen.

Die dokumentierten Fälle in Deutschland zeigen, dass eine rechtzeitige Diagnose entscheidend ist. Durch konsequente medizinische Versorgung lässt sich die Zahl schwerer Komplikationen und Todesfälle deutlich reduzieren.

Diagnoseverfahren bei Legionellen-Verdacht

Da die Symptome einer Legionellen Infektion häufig denen anderer Pneumonien ähneln, ist eine gezielte Diagnostik entscheidend. Der behandelnde Arzt wird bei Verdacht auf eine Legionellose spezielle Untersuchungen veranlassen, um den Erreger eindeutig nachzuweisen. Eine schnelle Identifikation der Ursache ermöglicht eine frühzeitige und gezielte Therapie.

Ein häufig eingesetztes Verfahren ist der Urin-Antigen-Test. Dieser kann Bestandteile von Legionella pneumophila nachweisen und liefert oft innerhalb kurzer Zeit ein Ergebnis. Allerdings erfasst dieser Test vor allem bestimmte Serogruppen des Erregers und nicht alle Spezies der Gattung Legionella.

Ergänzend können PCR-Tests durchgeführt werden, bei denen genetisches Material der Bakterien aus Atemwegsproben nachgewiesen wird. Auch eine kulturelle Anzucht aus Sputum oder Bronchialsekret ist möglich, benötigt jedoch mehr Zeit. Diese Methode erlaubt eine genauere Bestimmung der Spezies und Serogruppen, was insbesondere bei der Aufklärung von Ausbrüchen relevant ist.

In Deutschland sind bestätigte Fälle von Legionärskrankheit nach dem IfSG meldepflichtig. Labore und behandelnde Ärzte übermitteln die Daten an die Gesundheitsämter. Das Robert Koch Institut (RKI) sammelt diese Informationen zentral und veröffentlicht regelmäßige Aktualisierungen sowie Publikationen zur epidemiologischen Lage in Deutschland. Diese Daten helfen dabei, Trends zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Prävention abzuleiten.

Besonders Babies bedürfen einen hohen Schutz vor Legionellen

Therapieformen und medizinische Behandlung

Wird eine Legionellen Infektion diagnostiziert, sollte die Behandlung so früh wie möglich beginnen. Die Therapie erfolgt in der Regel mit speziellen Antibiotika, die gegen die Erreger wirksam sind. Besonders häufig werden Makrolide oder Fluorchinolone eingesetzt, da diese gut in das Lungengewebe eindringen und dort gegen Legionella pneumophila wirken können.

Die Dauer der Behandlung hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Bei milden Verläufen kann eine ambulante Therapie ausreichen. Entwickelt sich jedoch eine ausgeprägte Legionellen Pneumonie oder eine schwere Legionärskrankheit, ist häufig eine stationäre Aufnahme notwendig. In solchen Fällen werden Atmung, Kreislauf und Organfunktionen überwacht, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist der frühe Beginn der Antibiotikatherapie. Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, sinkt das Risiko für schwere Verläufe und Todesfälle deutlich. Unbehandelt kann eine Legionellose hingegen lebensbedrohlich werden.

Neben der medikamentösen Therapie spielen unterstützende Maßnahmen eine wichtige Rolle. Dazu gehören ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Fiebersenkung und bei Bedarf eine Sauerstofftherapie. Eine enge Betreuung durch den behandelnden Arzt stellt sicher, dass der Krankheitsverlauf kontrolliert und bei Bedarf angepasst behandelt wird.

Prävention: Schutzmaßnahmen im privaten und öffentlichen Bereich

Da eine Infektion mit Legionellen fast immer über technische Wassersysteme erfolgt, liegt der Schwerpunkt auf wirksamer Prävention. Ziel ist es, Legionellenwachstum zu verhindern und die Konzentration der Erreger dauerhaft niedrig zu halten. Sowohl private Haushalte als auch Betreiber größerer Anlagen tragen Verantwortung für die Einhaltung geeigneter Maßnahmen.

Legionellenfilter können präventiv und bei akuter Legionellenbefall helfen:

Legionellenfilter Duschkopf Safety Chrom Premium 15cm

Safety Premium

Der größere Duschkopf bietet ein höheres Filtervolumen und ist auf eine intensivere Nutzung ausgelegt. Durch die größere Filterfläche kann das Wasser gleichmäßig verteilt werden, was insbesondere bei regelmäßigem Duschen als angenehm empfunden wird.

Legionellenfilter Duschkopf Safety Chrom

Safety Chrom

Diese Variante ist dezent gestaltet und für den täglichen Einsatz konzipiert. Der Filter ist direkt im Duschkopf integriert und lässt sich ohne Werkzeug montieren. Er eignet sich für Haushalte, die eine unauffällige und komfortable Lösung suchen.

Legionellenfilter Dusche Longlife

LONGLIFE

Diese Lösung wird zwischen Wasseranschluss und Duschschlauch installiert. Sie eignet sich auch für Regenduschen oder Badewannen und bietet eine flexible Anwendungsmöglichkeit, unabhängig vom verwendeten Duschkopf.

 

Technische Maßnahmen in der Trinkwasser Installation

Eine zentrale Rolle spielt die richtige Einstellung der Wassertemperaturen. In Warmwasserspeichern sollte das Wasser mindestens 60 °C erreichen. In den Leitungen sind Temperaturen oberhalb von 55 C empfehlenswert. Oberhalb von 60 °C werden Legionellen in der Regel zuverlässig abgetötet. Diese Temperaturbereiche gelten als wichtige Regel zur Begrenzung des Risikos.

Ebenso wichtig ist die Vermeidung von Stagnation. Wasserleitungen, die selten genutzt werden, sollten regelmäßig gespült werden. Längere Standzeiten in Wasserspeichern oder ungenutzten Anlagenteilen begünstigen das Legionellenwachstum erheblich. Fachpersonal kann prüfen, ob eine Trinkwasser Installation technisch korrekt geplant und umgesetzt wurde.

Gesetzliche Regelungen und Kontrolle

In Deutschland regelt die Trinkwasserverordnung die Untersuchungspflichten für bestimmte Wasseranlagen, insbesondere in Mehrfamilienhäusern, Hotels oder Krankenhäusern. Betreiber solcher Anlagen müssen regelmäßig Proben entnehmen und auf Legionellen im Trinkwasser untersuchen lassen. Werden erhöhte Werte festgestellt, sind umgehend Maßnahmen einzuleiten.

Die Einhaltung dieser Regelungen dient dem Schutz der Menschen vor einer Infektion mit Legionellen. Durch konsequente Wartung, geeignete Temperaturen und regelmäßige Kontrollen lässt sich das Risiko einer Erkrankung deutlich reduzieren. Prävention ist damit der wirksamste Schutz vor Legionellose und ihren möglichen Folgen.

FAQ: Häufige Fragen zu Legionellen

Im Zusammenhang mit Legionellen tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Die folgenden Informationen geben einen kompakten Überblick über zentrale Aspekte rund um Risiko, Übertragung und Umgang mit belastetem Trinkwasser.

Was passiert bei einer Infektion mit Legionellen?

Eine Infektion mit Legionellen kann unterschiedlich verlaufen. In schweren Fällen entwickelt sich eine Legionärskrankheit mit einer ausgeprägten Lungenentzündung. Mildere Verläufe zeigen sich als Pontiac Fieber mit grippeähnlichen Symptomen. Entscheidend sind die aufgenommene Menge der Erreger und der Gesundheitszustand der betroffenen Menschen. Unbehandelt kann eine schwere Erkrankung zu Komplikationen oder Todesfällen führen.

Wie gefährlich sind Legionellen wirklich?

Legionellen sind grundsätzlich ernst zu nehmen, das tatsächliche Risiko hängt jedoch von der Konzentration im Wasser und der individuellen Anfälligkeit ab. In Deutschland werden jedes Jahr mehrere tausend Fälle gemeldet. Das RKI veröffentlicht regelmäßig Daten und Publikationen zur epidemiologischen Entwicklung. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Raucher und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Woher bekommt man Legionellen?

Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch das Einatmen von Wassertröpfchen, etwa beim Duschen oder durch Aerosole aus technischen Anlagen. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht belegt.

Kann man belastetes Trinkwasser trinken?

Das Trinken von Wasser mit Legionellen führt in der Regel nicht zu einer Erkrankung, da die Bakterien im Magen unschädlich gemacht werden. Das Risiko entsteht vor allem durch das Einatmen von Aerosolen, nicht durch das Trinken selbst.

Wann sind Untersuchungen sinnvoll?

Untersuchungen sind insbesondere bei größeren Wasseranlagen vorgeschrieben. Werden Symptome einer Lungenentzündung festgestellt und besteht der Verdacht auf eine Legionellose, sollte ein Arzt gezielt testen lassen.

Fazit: Aufmerksamkeit und Prävention als wirksamster Schutz

Legionellen sind natürliche Umweltkeime, die in technischen Wassersystemen zum Gesundheitsrisiko werden können. Entscheidend sind geeignete Temperaturen, regelmäßige Wartung und die Vermeidung von Stagnation in Wasserleitungen und Wasserspeichern. Eine Warmwassertemperatur von mindestens 60 °C sowie die Einhaltung der Trinkwasserverordnung reduzieren das Risiko deutlich.

Da eine Infektion mit Legionellen schwere Pneumonien verursachen kann, ist Aufklärung wichtig. Wer Symptome ernst nimmt und frühzeitig einen Arzt aufsucht, verbessert die Heilungschancen erheblich. Konsequente Prävention bleibt der wirksamste Schutz vor Legionellose und ihren möglichen Folgen.



Die enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen; sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Inhalte dienen der Vermittlung von Wissen und sind nicht mit der individuellen Betreuung zu vergleichen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Experten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung. Der Artikel enthält Links zu unseren Produkten.

Geben Sie das gesuchte Produkt sein

0