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Woher kommt das Trinkwasser?

Der menschliche Organismus besteht zu circa 60 Prozent aus Wasser. Da der Körper die Flüssigkeit über die Haut, die Atmung und die Ausscheidungen aktiv abtransportiert, müssen wir unseren Körper permanent mit Wasser versorgen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät Erwachsenen deswegen zu einem täglichen Wasserkonsum von 1200 bis 1500 Milliliter. Darüber hinaus benötigen wir Wasser, um Körperpflege zu betreiben, Geschirr zu reinigen und Wäsche zu waschen. Doch woher stammt unser Trinkwasser und wie fällt die Wasserqualität aus? Wir liefern Antworten!

So wird Trinkwasser gewonnen

Wir verwenden es täglich. Doch wie wird das Trinkwasser eigentlich gewonnen? Das Naturprodukt entstammt zu 70 Prozent dem Grund- und Quellwasser. 13 Prozent werden aus Seen, Flüssen und Talsperren und 17 Prozent aus Oberflächengewässern bezogen. Je nach Region verzeichnet das Wasser einen unterschiedlichen Geschmack und Mineraliengehalt. 

Trinkwasser soll möglichst neutral schmecken. Zudem stellt die Trinkwasserverordnung in Deutschland sicher, dass das Wasser keine hohen Schadstoff-Konzentrationen aufweist.

Die Anforderungen an das deutsche Trinkwasser fallen hoch aus. So soll vermieden werden, dass sich Krankheitserreger über das Trinkwassernetz ausbreiten und Menschen infizieren. Die Maßnahmen gegen Verunreinigungen erstrecken sich über die gesamte Prozesskette. So gilt es, die Ressource bei der Gewinnung, der Aufbereitung und dem Verteilprozess vor Fremdkörpern zu schützen und möglichst rein zu halten. 

Die Verteilungssysteme sollten deswegen regelmäßig gepflegt und gewartet werden. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass Substanzen aus den Werkstoffen austreten und in das Trinkwasser übergehen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Schwermetalle oder Rost handeln. 

Auch das Wachstum von Legionellen kann unterbunden werden, sofern die Verteilungssysteme den modernen Standards entsprechen. Alte Rohrleitungen erfüllen diese Kriterien unter Umständen nicht. 

Die Verantwortung für die Aufrechterhaltung einer hohen Wasserqualität tragen sowohl die Wasserversorger als auch die Immobilieneigentümer. Die Wasserversorger werden staatlich überwacht. So überprüfen die Gesundheitsämter der Länder und Gemeinden die Wasserqualität. Wer ein eigenes Haus besitzt, ist jedoch dafür verantwortlich, dass das reine Trinkwasser ohne Verunreinigungen aus dem Wasserhahn austritt. Alte Kupferrohre sollten aus diesem Grund ausgetauscht werden, da diese das Risiko einer Trinkwasserverunreinigung erhöhen.

Weiterhin kann sich ein Wasserfiltersystem als hilfreich erweisen. Der Filter entfernt Medikamentenrückstände, Chemikalien, Viren, Bakterien und Kalk. 

Die Trinkwassergewinnung

Trinkwasser wird bevorzugt aus dem Grundwasser gewonnen, das 30 Prozent des Süßwasservorkommens ausmacht. Der Clou: Versickert Regen im Boden, filtern die Gesteinsschichten das Wasser auf natürlichem Wege. Gleichzeitig reichern die Steine das Grundwasser mit wertvollen Mineralien an. 

In Deutschland realisieren die zentralen Wasserwerke die Trinkwassergewinnung. Sie beziehen das Trinkwasser aus natürlichen Quellen und leiten diese durch spezielle Aufbereitungsanlagen. Zudem wird die Wasserqualität überprüft. 

Bei Bedarf wird das Grund- oder Quellwasser mit Wasser aus Flüssen, Talsperren oder Seen vermischt und gefiltert. Dabei gilt das Trinkwasser in Deutschland als eines der am stärksten kontrollierten Lebensmittel innerhalb der Europäischen Union. 

Das Rohwasser

Der Begriff “Rohwasser” bezeichnet Wasser, das nicht behandelt wurde. Bei dem Grund- oder Quellwasser sowie bei dem Wasser aus Flüssen, Seen oder Talsperren handelt es sich um Rohwasser. Bevor das Wasser aus dem Wasserhahn austritt, wird dieses im Wasserwerk gesammelt und anschließend aufbereitet. 

In Deutschland besteht Rohwasser, wie bereits erwähnt, zum Großteil aus Grund- oder Quellwasser, zu 17 Prozent aus Oberflächenwasser, das durch das Ufer oder den Boden filtriert wurde, und zu 13 Prozent aus Oberflächenwasser aus Flüssen, Seen und Talsperren. 

Trinkwasseraufbereitung

In einigen deutschen Regionen fällt das Rohwasser so rein aus, dass nur wenige Arbeitsschritte zur Aufbereitung notwendig sind. In anderen Gegenden muss das Wasser aufwendiger aufbereitet werden. Dabei handelt es sich häufig um Oberflächenwasser, das speziell behandelt werden muss. 

Im Rahmen der Trinkwasseraufbereitung reduzieren die Wasserwerke in der Regel den Mangan- und Eisenanteil und entfernen gesundheitsschädliche Fremdstoffe. In einigen Fällen muss das Wasser desinfiziert werden, bevor es an die Haushalte weitergeleitet werden kann. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Starkregen auf dem Land die Jauche aus Feldern in nahegelegene Flüsse schwemmt. 

Zunächst wird das Wasser durch Filter und Membranen geleitet. Anschließend werden die schädlichen Substanzen durch ein Ionenaustausch- oder Oxidationsverfahren entfernt. Auch ein Aktivkohlefilter kommt häufig zum Einsatz. 

Wasserversorgung

Augen auf beim Hauskauf: 99 Prozent des aufbereiteten Trinkwassers leitet das zentrale Wasserwerk an private Haushalte weiter. Wichtig ist: Das Wasser kommt auf seinem Weg durch die Rohre mit vielen verschiedenen Werkstoffen in Berührung. Diese sollten keine gefährlichen Substanzen absondern. 

Aus diesem Grund sollten Hausanwärter beim Hauskauf erfragen, wie alt die Rohre sind und welche Materialien verbaut wurden. Rostige Leitungen oder Rohre aus Materialien wie Blei, die die Gesundheit gefährden können, sollten alsbald ausgetauscht werden. Als besonders korrosionsbeständig erweisen sich Edelstahl und Kunststoffe. 

Ein Hinweis: Wasserrohre aus Blei gelten als schädlich. Die Richtlinien zum Verbraucherschutz verbieten die Montage von bleihaltigen Leitungen seit einigen Jahren. Seit 2018 dürfen Trinkwasser-Rohre zudem keine Fremdkörper wie Glasfaserkabel mehr beinhalten. 

Wie wird das Trinkwasser aufbereitet?

Das Rohwasser fällt weich aus. Während der Aufbereitungsphase setzt das Wasserwerk dem Wasser einen 10-prozentigen Kohlensäureanteil zu, um die Wasserhärte zu beeinflussen. 

Ein Kalziumgranulat sorgt dafür, dass sich die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium lösen. Beide Stoffe werden dem zuvor weichen Wasser beigemischt und der pH-Wert des Wassers steigt. Das Ziel: die Flockung fördern. 

In dem anschließenden Flockungsverfahren trennen sich Eisen, Mangan und Schmutzstoffe von dem Wasser. Überdies reichert das Wasserwerk die Flüssigkeit mit Aluminiumsulfat und Kaliumpermanganat an. Kaliumpermanganat eliminiert Mangan in einem Oxidationsprozess und wirkt gleichzeitig desinfizierend. 

Die Substanzen bilden Flocken. Ein Rührer hält die Teilchen in Bewegung, während sie in drei Kammern reifen. Während des Reifungsprozesses gewinnen die Flocken an Volumen, sodass sie im finalen Prozess mithilfe eines Mehrschichtfilters abgesondert werden können. 

Große Flocken passieren die Schwarzkohleschicht, die erste Filterschicht des Mehrschichtfilters. Diese entfernt das Hydroanthrazit aus dem Wasser. Die darunterliegende Schicht wird als Quarzsandschicht bezeichnet. Sie hindert selbst kleine Flocken daran, die Membran zu durchqueren. 

Die dritte Schicht dient als Stütze und setzt sich aus Kies zusammen. Das gefilterte Wasser fließt im Anschluss durch eine zweite Filterstufe mit Kalziumkarbonat. In der Folge erhöht sich der pH-Wert, sodass der Härtegrad des Wassers steigt. In diesem Schritt verfärbt sich das Granulat dunkel. Der Grund: Manganteilchen, die die vorherigen Filter passierten, setzen sich an der Oberfläche ab. 

Das gefilterte Wasser ergänzt das Wasserwerk nun um Chlordioxid, um Bakterien abzutöten. Erst dann gelangt das Trinkwasser über die Leitungen zu den Haushalten. 

Ein Tipp: Das Trinkwasser besticht durch eine hohe Qualität. Dennoch können sich geringe Schadstoffmengen in der Flüssigkeit befinden. Wer die Umwelt schonen und auf Mineralwasser in Flaschen verzichten möchte, setzt auf Wasserfiltersysteme. So stellen Sie sicher, dass Sie und Ihre Familie reines, frisches Wasser konsumieren. 

Warum ist unser Trinkwasser wertvoll?

Erreger im Trinkwasser können innerhalb kurzer Zeit Infektionswellen auslösen. Aus diesem Grund stellen die deutschen Gesundheitsämter hohe Anforderungen an die Trinkwasserqualität. 

Allerdings bedrohen der Klimawandel, die Industrialisierung und der Ausbau der Landwirtschaft die Trinkwassersituation. Dabei gilt: Je höher die Schadstoff-Konzentration im Wasser ausfällt, desto aufwendiger und kostspieliger gestaltet sich die Wasseraufbereitung. 

Um die Trinkwasserversorgung in Zeiten des Klimawandels aufrechtzuerhalten, sollte der Umgang mit der wertvollen Ressource bewusst und sparsam erfolgen. Laut Umweltbundesamt herrscht derzeit noch kein Trinkwassermangel in Deutschland. 2022 sorgten die Niederschlagsverhältnisse dafür, dass sich die Bodenfeuchte erholen konnte. In Sachsen-Anhalt, Bayern und Thüringen erholten sich die Wasservorräte jedoch nicht. 

FAQ – Trinkwassergewinnung 

Woher kommt unser Trinkwasser?

Das Trinkwasser entstammt dem Grund- oder Quellwasser, Seen, Flüssen oder Talsperren. 

Wie wird unser Trinkwasser aufbereitet?

Das lokale Wasserwerk sammelt und filtert das Rohwasser, sodass sauberes Trinkwasser entsteht. 

Das Fazit – sauberes Trinkwasser als wertvolle Ressource 

Zugegeben: Um in Deutschland ein großes Glas Trinkwasser zu genießen, drehen wir lediglich den Wasserhahn auf. Regelmäßige Kontrollen gewährleisten eine hohe Wasserqualität. So kann einer Infizierung der Bevölkerung über das Trinkwasser vorgebeugt werden. 

Die lokalen Wasserwerke gewinnen das Rohwasser aus dem Grundwasser, dem Quellwasser, Seen, Flüssen und Talsperren. Im Zuge der Wasseraufbereitung wird das Wasser von schädlichen Substanzen befreit. Über die Rohrsysteme gelangt das frische Trinkwasser dann zu den Haushalten. 

In Zeiten des Klimawandels, der Industrialisierung und des Ausbaus der Landwirtschaft gilt Trinkwasser als wertvolle Ressource und sollte bewusst konsumiert werden.

 

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Lisa Scholl

Wasserfilter-Expertin