Wundspülung, die nicht wehtut.
Der WoundLyser wird anstelle der Handbrause auf den Duschschlauch geschraubt und macht aus Leitungswasser sterilfiltriertes Spülwasser – in unbegrenzter Menge, auf angenehmer Temperatur und mit einem Spüldruck, den Sie selbst regeln. Genau die drei Dinge, die eine abgepackte Spüllösung aus der Flasche nicht leisten kann.
0,2 µm · log 7
Die Hohlfasermembran hält Brevundimonas diminuta, das kleinste Wasserbakterium, über sieben Log-Stufen zurück. Das entspricht der Sterilfiltration, wie sie für Wundspüllösungen gefordert wird.
Bis 10 Liter pro Minute
So viel steriles Spülwasser, wie die Wunde braucht – ohne auf die Restmenge in der Flasche zu schauen. Auch bei großflächigen oder mehreren Wunden.
Temperiert und schmerzarm
Temperatur und Druck stellen Sie am gewohnten Mischhebel ein. Der weiche Duschstrahl reinigt flächig und mechanisch schonend – nahezu schmerzfrei.
Bitte vorher mit der Behandlung abstimmen
Ob, wie oft und mit welchem Druck Ihre Wunde gespült werden soll, entscheiden Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, der Pflegedienst oder die Wundexpertin. Die Wunddusche stellt das sterilfiltrierte Wasser bereit – den Behandlungsplan ersetzt sie nicht.
Warum Leitungswasser allein nicht genügt.
Trinkwasser ist streng geregelt – trotzdem ist die letzten Meter im eigenen Haus niemand mehr im Blick. Genau dort entstehen die Keime, die in einer offenen Wunde nichts zu suchen haben.
Biofilm in der Hausinstallation
Wasserliebende Mikroorganismen setzen sich in Leitungen fest und bilden einen Biofilm. Typische Ursachen: schlecht isolierte Leitungen, abgesenkte Warmwassertemperatur oder selten genutzte Stränge – etwa im Gästebad.
Pseudomonas aeruginosa
Aus dem Biofilm gelangen Krankheitserreger ins Wasser. Pseudomonaden, Legionellen, Staphylokokken und Stenotrophomonas gelten in der Wundversorgung als kritische Keime – gerade bei chronischen Wunden und geschwächter Abwehr.
Die Duschbrause selbst
Eine gewöhnliche Handbrause steht zwischen den Anwendungen feucht und warm. Sie ist ein bevorzugter Ort für Keimbesiedlung – und sitzt beim Spülen unmittelbar über der offenen Wunde.
Kein Grenzwert schützt die Wunde
Die Trinkwasserverordnung bewertet Wasser zum Trinken. Für eine offene Wunde gilt ein anderer Maßstab: Dort darf die Spülflüssigkeit gar keine vermehrungsfähigen Keime mehr enthalten.
Was das Robert Koch-Institut vorgibt
Jede Wund-Spülflüssigkeit muss steril sein beziehungsweise es muss 0,2 µm gefiltertes Wasser verwendet werden.
Sinngemäß nach den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut: „Infektionsprävention in Heimen“ (RKI 2005, Abschnitt 6.4.1 Wundverbände) sowie „Anforderungen an die Hygiene bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten“ (RKI 2010).
Beide Wege sind zulässig: steril abgefüllte Lösung – oder sterilfiltriertes Leitungswasser aus einem endständigen Sterilfilter wie dem WoundLyser. Der Unterschied liegt darin, wie sich damit arbeiten lässt.
Was die Wunddusche kann, was das abgepackte Sterilwasser nicht kann.
Steril sind beide. Unterschiedlich ist alles, was danach kommt: die verfügbare Menge, die Temperatur, der Druck und die Frage, ob Sie die Wunde nebenbei auch waschen dürfen. Vier Punkte, die im Alltag den Ausschlag geben.
Spülen, bis die Wunde sauber ist – nicht, bis die Flasche leer ist
Abgepackte Spüllösungen kommen in Gebinden von 20 ml bis etwa 350 ml. Bei einer großflächigen oder stark belegten Wunde ist das schnell aufgebraucht, und die Spülung endet nicht, weil sie fertig ist, sondern weil nichts mehr da ist. Nachlegen heißt: zweites Gebinde öffnen, zweite Packung bezahlen.
Die Wunddusche liefert bis zu 10 Liter pro Minute, dauerhaft sterilfiltriert. Die Menge ist kein Kriterium mehr – die Beurteilung der Wunde entscheidet, wann Sie aufhören.
So lange dauert es, bis aus der Wunddusche der Inhalt eines 250-ml-Einmalgebindes geflossen ist. In einer Minute sind es rund 40 Flaschen.
Rechenwert bei 10 l/min Durchfluss (5 bar, 30 °C). Der tatsächliche Durchfluss hängt vom Leitungsdruck ab und wird beim Spülen bewusst reduziert.
Raumtemperatur. Die Lösung kühlt die Wunde spürbar aus – das wird als unangenehm bis schmerzhaft empfunden. Wer es wärmer möchte, muss das Gebinde vorher anwärmen, und zwar so, dass die Sterilität und die Herstellervorgaben gewahrt bleiben.
Sie stellen die Temperatur am gewohnten Mischhebel ein – so, wie es für Sie angenehm ist, und über die gesamte Spüldauer konstant. Kein Anwärmen, kein Warten, keine Restmenge, die wieder abkühlt.
Die Wunddusche darf nicht an Niederdrucksysteme wie Boiler angeschlossen werden. Maximale Wassertemperatur 60 °C.
Warm gespült wird angenehmer vertragen
Eine kalte Spülung ist der häufigste Grund, warum Verbandwechsel gefürchtet werden – und warum zu kurz oder zu zaghaft gespült wird. Die Fachliteratur der Wundversorgung empfiehlt deshalb seit Langem, körperwarm zu spülen und die Wunde nicht unnötig auskühlen zu lassen.
Weil das Wasser aus der Mischbatterie kommt, ist die Temperatur hier kein Zusatzaufwand, sondern der Normalfall.
Was Patientinnen und Patienten daran am meisten schätzen
Dass der Verbandwechsel seinen Schrecken verliert. Wer die Spülung gut verträgt, spült gründlicher und regelmäßiger – und genau darauf kommt es bei chronischen Wunden an.
Ein regelbarer Strahl statt Übergießen
Aus der Flasche kommt die Lösung weitgehend drucklos: Sie schwemmt ab, was ohnehin lose ist. Mit Spritze und Aufsatz lässt sich zwar Druck erzeugen, aber punktuell, in kleinen Portionen und mit ständigem Nachziehen.
Die Wunddusche liefert einen gleichmäßigen Strahl, dessen Stärke Sie stufenlos am Hebel regeln – von sehr sanft bis kräftiger, je nach Wundphase und Verordnung. Das ergibt den mechanischen Reinigungseffekt, den ein reines Übergießen nicht erreicht.
Große Wunden in einem Durchgang
Ein zirkuläres Ulcus cruris, ein sakraler Dekubitus oder eine flächige Verbrennung lassen sich mit Einmalgebinden nur stückweise versorgen. Der Duschstrahl erreicht die gesamte Fläche in einem Vorgang – und weil er an der Brause hängt, geht das mit einer Hand und ohne fremde Hilfe.
Und der praktischste Punkt überhaupt: Sie können duschen und die Wunde im selben Vorgang versorgen. Das Wasser aus dem WoundLyser ist sterilfiltriert – auch auf der Haut ringsum.
| Merkmal | Abgepacktes Sterilwasser Einmalgebinde, NaCl oder Ringer |
Wunddusche WoundLyser |
|---|---|---|
| Spülvorgang | ||
| Verfügbare Menge | begrenzt: 20–350 ml je Gebinde | unbegrenzt, bis 10 l/min |
| Temperatur | Raumtemperatur, Anwärmen nötig | stufenlos am Mischhebel |
| Spüldruck | kaum steuerbar | stufenlos regelbar |
| Reinigungseffekt | überwiegend abschwemmend | flächiger, schonender Duschstrahl |
| Großflächige Wunden | mehrere Gebinde je Wechsel | ein Durchgang |
| Duschen im selben Vorgang | nein | ja |
| Anwendung allein möglich | eingeschränkt | einhändig, ohne Hilfe |
| Hygiene | ||
| Sterilität des Spülwassers | steril abgefüllt | 0,2 µm filtriert, log 7 |
| Angebrochenes Gebinde | Restmenge verfällt | entfällt |
| Schutz des Auslasses | – | bakterizid beschichtete Strahlscheibe |
| Rückverfolgbarkeit | Chargennummer | Barcode je Filter |
| Alltag und Kosten | ||
| Vorratshaltung | laufend nachbestellen | ein Filter, bis 2 Monate |
| Verpackungsabfall | je Anwendung | einmalig je Filter |
| Kosten | je Gebinde und Anwendung | einmalig je Standzeit |
| Grenzen | ||
| Antiseptische Wirkung | nur bei Antiseptika-Lösungen | nein – reinigt mechanisch |
| Wunden am Auge | nach Verordnung | nicht anwenden |
| Unterwegs | überall | braucht einen Duschanschluss |
Gebindegrößen und Eigenschaften abgepackter Lösungen variieren je nach Hersteller; maßgeblich sind die jeweiligen Herstellerangaben.
Was die Wunddusche nicht ersetzt
Antiseptische Spüllösungen mit Polihexanid oder Octenidin haben eine keimtötende Wirkung in der Wunde. Die Wunddusche hat sie nicht: Sie stellt sterilfiltriertes Wasser bereit und reinigt mechanisch.
Sie ersetzt damit den Spül- und Reinigungsschritt – nicht die Antiseptik bei kritisch kolonisierten oder infizierten Wunden. Wo ein Antiseptikum verordnet ist, wird es weiterhin angewendet. In der Praxis ergänzen sich beide: großflächig und temperiert reinigen, anschließend gezielt antiseptisch behandeln.
Ein Filter statt eines Gebindes pro Verbandwechsel.
Die Wunddusche kostet einmalig – und dann zwei Monate lang gar nichts mehr. Abgepackte Lösungen kosten bei jedem einzelnen Verbandwechsel.
pro Tag bei 98,90 € und einer Standzeit von zwei Monaten – unabhängig davon, wie oft und wie lange Sie spülen.
Bei einem Verbandwechsel täglich sind das rund 60 Gebinde in zwei Monaten – bei mehrmaligem Wechseln entsprechend mehr.
Gerechnet ab dem ersten Einsatz, abhängig von der Wasserqualität. Danach wird der Filter gewechselt und im Hausmüll entsorgt.
Beispielrechnung zur Einordnung. Was eine abgepackte Spüllösung im Einzelfall kostet, hängt stark von Präparat und Gebindegröße ab – einfache Kochsalz- und Ringerlösungen liegen deutlich unter antiseptischen Lösungen mit Polihexanid oder Octenidin. Ob und in welchem Umfang Spüllösungen oder Hilfsmittel erstattet werden, klären Sie bitte mit Ihrer Krankenkasse.
Wo die Wunddusche im Alltag eingesetzt wird.
Entwickelt und validiert wurde der WoundLyser für die stadiengerechte hygienische Spülung chronischer Wunden in der klinischen und ambulanten Versorgung. Das sind die Situationen, in denen er zuhause zum Einsatz kommt.
Ulcus cruris
Das offene Bein ist der klassische Fall: oft großflächig, oft zirkulär, oft über Monate. Genau hier zahlen sich unbegrenzte Spülmenge und temperiertes Wasser am deutlichsten aus.
Dekubitus
Druckgeschwüre am Kreuzbein oder an der Ferse sind schlecht zugänglich. Der Duschstrahl erreicht sie, ohne dass jemand die Wunde mit der Flasche ansteuern muss.
Diabetisches Fußsyndrom
Bei eingeschränktem Empfinden ist ein regelbarer, gut dosierbarer Spüldruck wichtig. Die Wunddusche macht die Fußpflege zum planbaren Teil der täglichen Routine.
Verbrennungen 1. und 2. Grades
Empfindliche, großflächige Areale, bei denen jede Berührung schmerzt. Ein weicher, temperierter Strahl ist hier angenehmer als jede punktuelle Anwendung.
Nach der Geburt
Dammschnitt, Dammriss und die Kaiserschnittnarbe lassen sich beim ohnehin anstehenden Duschen mitversorgen – ohne zusätzlichen Handgriff im Wochenbett.
Geschwächte Abwehr
Bei immunsupprimierten und immungeschwächten Patientinnen und Patienten fordert das RKI ausdrücklich steriles beziehungsweise 0,2 µm filtriertes Wasser für jede Wundspülung.
Wunden im Auge und im Augenbereich
Der WoundLyser ist dafür ausdrücklich nicht vorgesehen. Ebenso darf er nicht an Niederdrucksysteme wie Boiler angeschlossen werden.
Vorgehen und Spülhäufigkeit
Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt, dem Pflegedienst oder der Wundexpertin, wie oft und mit welchem Druck Ihre Wunde gespült werden soll und ob zusätzlich ein Antiseptikum vorgesehen ist.
Aufschrauben, spülen, wischdesinfizieren.
Kein Klempner, kein Eingriff in die Leitung, kein Werkzeug. Der WoundLyser passt über sein G½ʺ-Gewinde auf alle gängigen Duschschläuche.
Handbrause abschrauben · 1 Min.
Die bisherige Brause vom Duschschlauch drehen und beiseitelegen.
WoundLyser aufschrauben · 1 Min.
Den Filter von Hand auf das G½ʺ-Gewinde des Schlauchs setzen und festdrehen. Das Datum der Erstbenutzung notieren – ab hier läuft die Standzeit.
Vor dem Spülen wischdesinfizieren
Gehäuse und Strahlscheibe mit einem der beiliegenden Desinfektionstücher von außen abwischen.
Temperatur und Druck einstellen
Wasser laufen lassen, bis es angenehm temperiert ist, und den Strahl so weich einstellen, wie es für die Wunde vorgesehen ist. Erst dann die Wunde spülen.
Nach dem Spülen erneut wischdesinfizieren
Gehäuse und Duschauslass wieder abwischen. Das verhindert, dass sich durch Spritzwasser oder Berührung Keime auf der Strahlscheibe ansiedeln.
Nach spätestens 2 Monaten wechseln
Den gebrauchten Filter abschrauben und im Hausmüll entsorgen, den neuen aufsetzen.
Zwei Schutzebenen: im Wasser und am Auslass.
Hohlfasermembran mit 0,2 µm
Die Membran hält Keime rein mechanisch zurück – ohne Chemie, ohne Wirkstoffabgabe ans Wasser. Der Rückhalt wird an Brevundimonas diminuta gemessen, dem kleinsten bekannten Wasserbakterium: sieben Log-Stufen, also ein Rückhaltevermögen von 1 zu 10 Millionen.
Damit werden die in der Wundversorgung kritischen Keime aus dem Leitungswasser zurückgehalten: Pseudomonas aeruginosa, Legionella pneumophila, Stenotrophomonas maltophilia und Staphylococcus aureus.
Bakterizid beschichtete Strahlscheibe
Der beste Filter nützt wenig, wenn sich der Auslass selbst besiedelt. Deshalb ist die Strahlscheibe mit MetalSkin® beschichtet und das Gehäuse mit antimikrobiellen Additiven ausgestattet – als Schutz vor retrograder Kontamination durch Spritzwasser oder Berührung.
Die Beschichtung ist extern laborvalidiert nach ISO 22196:2011-08. Die Wischdesinfektion vor und nach jeder Anwendung ersetzt sie nicht – sie ergänzt sie.
| Abmessungen Filter | L 220 mm × Ø 44 mm |
| Porengröße | 0,2 µm |
| Rückhaltevermögen | 7 Log-Stufen B. diminuta |
| Durchflussleistung | 10 l/min (5 bar, 30 °C) |
| Max. Betriebsdruck | 5 bar |
| Max. Temperatur | 60 °C |
| Standzeit | bis zu 2 Monate |
| Anschluss | G½ʺ Gewinde |
| Filtertechnik | Hohlfaser-Membranfilter, endständig |
| Produktart | CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt |
Standzeit abhängig von der Wasserqualität, gerechnet ab dem ersten Einsatz. Nicht an Niederdrucksysteme anschließen. Ein individueller Barcode auf jedem Filter gewährleistet die Rückverfolgbarkeit.
Anwendung, Standzeit, Abgrenzung.
Ist sterilfiltriertes Leitungswasser wirklich gleichwertig zu steriler Spüllösung?
Für den Reinigungsschritt: ja. Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts nennen ausdrücklich beide Wege – die Spülflüssigkeit muss steril sein oder es muss 0,2 µm gefiltertes Wasser verwendet werden. Der WoundLyser erzeugt genau dieses Wasser, mit einem Rückhalt von sieben Log-Stufen.
Was sterilfiltriertes Wasser nicht leistet, ist eine antiseptische Wirkung in der Wunde. Wo ein Antiseptikum verordnet ist, bleibt es Teil der Behandlung.
Warum ist die Temperatur so wichtig?
Abgepackte Lösungen lagern bei Raumtemperatur, also bei rund 20 °C. Auf einer offenen Wunde wird das als kalt und häufig als schmerzhaft empfunden – und eine ausgekühlte Wunde ist in der Wundversorgung unerwünscht. Deshalb wird empfohlen, körperwarm zu spülen.
Bei der Wunddusche ist das kein Zusatzaufwand: Sie stellen die Temperatur wie beim normalen Duschen am Mischhebel ein, und sie bleibt über die gesamte Spüldauer konstant.
Wie viel Druck darf ich einstellen?
So viel, wie für Ihre Wunde vorgesehen ist – das legen Ärztin, Arzt, Pflegedienst oder Wundexpertin fest und hängt von Wundphase und Gewebe ab. Die Wunddusche ist so gebaut, dass Sie stufenlos vom sehr weichen bis zum kräftigeren Strahl regeln können. Beginnen Sie im Zweifel sanft und steigern Sie erst nach Rücksprache.
Wie lange hält ein Filter?
Bis zu zwei Monate, gerechnet ab dem ersten Einsatz und abhängig von der Wasserqualität. Notieren Sie sich das Datum der Erstbenutzung. Danach wird der Filter gewechselt und im Hausmüll entsorgt – ein Reinigen oder Aufbereiten ist nicht vorgesehen.
Passt der WoundLyser auf meine Dusche?
Über das G½ʺ-Gewinde passt er auf alle gängigen Duschschläuche – dasselbe Gewinde, mit dem auch Ihre bisherige Handbrause angeschraubt ist. Sie schrauben die Brause ab und den Filter auf, von Hand, ohne Werkzeug.
Nicht geeignet ist der Anschluss an Niederdrucksysteme, etwa an einen drucklosen Boiler.
Kann ich damit auch normal duschen?
Ja – und das ist einer der praktischen Vorteile. Das Wasser ist sterilfiltriert, auch auf der Haut ringsum. Wundspülung und Körperpflege lassen sich so in einem Vorgang erledigen, statt die Wunde beim Duschen aufwendig abdecken zu müssen.
Wie Sie das im Einzelfall handhaben, stimmen Sie bitte mit Ihrer Behandlung ab.
Muss ich den Filter wirklich vor und nach jeder Anwendung abwischen?
Ja, das ist ausdrücklich empfohlen. Die Membran schützt das Wasser im Filter – Gehäuse und Strahlscheibe können jedoch von außen durch Spritzwasser oder Berührung besiedelt werden. Die alkoholische Wischdesinfektion unterbricht diesen Weg. Passende Desinfektionstücher liegen bei.
Die bakterizide MetalSkin®-Beschichtung der Strahlscheibe ergänzt diesen Schutz, ersetzt die Wischdesinfektion aber nicht.
Für welche Wunden ist die Wunddusche gedacht – und für welche nicht?
Entwickelt und validiert ist der WoundLyser für die stadiengerechte hygienische Spülung chronischer Wunden, etwa Dekubitus, Ulcus cruris oder das diabetische Fußsyndrom, sowie für die Wundspülung bei immunsupprimierten und immungeschwächten Patientinnen und Patienten.
Nicht anzuwenden ist er bei Wunden im Auge oder im Augenbereich. Für jede weitere Anwendung gilt: vorher mit der behandelnden Stelle abstimmen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Das lässt sich pauschal nicht beantworten – die Erstattung von Spüllösungen und Hilfsmitteln richtet sich nach Ihrer Kasse und der jeweiligen Verordnung. Fragen Sie am besten direkt bei Ihrer Krankenkasse nach und lassen Sie sich von der behandelnden Stelle unterstützen.
Was ist im Lieferumfang enthalten?
Der WoundLyser als endständiger Sterilfilter für den Duschschlauch sowie Desinfektionstücher für die Wischdesinfektion vor und nach jeder Anwendung. Werkzeug brauchen Sie nicht.
Steriles Spülwasser, so viel und so warm wie nötig.
Auf den Duschschlauch geschraubt, in zwei Minuten einsatzbereit – und dann bis zu zwei Monate lang jederzeit verfügbar. Mit Desinfektionstüchern im Set.
- log 7 Rückhalt
- 0,2 µm
- bis 10 l/min
- temperierbar
- Spüldruck regelbar
- bis 2 Monate
- CE-Medizinprodukt
- ohne Klempner
Das Spülen von Wunden mit sterilfiltriertem Wasser sollte nur nach vorheriger Abstimmung mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt, dem Pflegedienst oder einer Wundexpertin erfolgen. Bei der Anwendung sind die Hinweise der Gebrauchsanweisung zu beachten. Nicht bei Wunden im Auge oder im Augenbereich anwenden.