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Chlor im Trinkwasser
Lisa Scholl

Lisa Scholl

Wasserfilter-Expertin

Chlor im Trinkwasser – das kann man machen

Chlor ist ein bekanntes Desinfektionsmittel, das häufig in der Wasseraufbereitung eingesetzt wird, um potenziell schädliche Bakterien, Viren und andere Mikroorganismen im Trinkwasser zu reduzieren. So wird Chlor vorwiegend zur Desinfektion von Pools verwendet, wodurch der bekannte Chlorgeruch im Schwimmbad entsteht. In Deutschland schreibt die strikte Trinkwasserverordnung Grenzwerte für den Chlorgehalt im Trinkwasser vor. Allerdings ist Chlor im Leitungswasser hierzulande eher selten anzutreffen, während man im Ausland schon häufiger mit gechlortem Wasser in Berührung kommt. Doch wann wird eine zusätzliche Chlorzugabe im Trinkwasser überhaupt erforderlich? Welche Auswirkungen hat das Chlor auf den menschlichen Körper? Ist ein zu hoher Chlorgehalt unter Umständen sogar schädlich? All das und was Sie gegen zu hohe Chlorkonzentrationen im Trinkwasser unternehmen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Chlor?

Bei Chlor handelt es sich um ein gasförmiges, hochlösliches, chemisches Element, welches unter anderem als starkes Oxidationsmittel bekannt ist. Dieses wird in unterschiedlichen Anwendungsgebieten eingesetzt und gilt weltweit als bewährtes Mittel zur Desinfektion von Trinkwasser. Auch die deutsche Trinkwasserverordnung lässt einen bestimmten Chlorgehalt in unserem Leitungswasser zu.

In der Wasseraufbereitung der Stadtwerke wird das chemische Element zur Desinfektion in geringen Mengen – häufig in Form von Chloraminen oder freiem Chlor – verwendet, um Bakterien, Viren und andere Erreger abzutöten. Durch die Aufbereitung mithilfe von Chlor wird das Wasser somit bakteriologisch einwandfrei und sauber, sodass Verbraucher gesund bleiben.

Wann erfolgt eine zusätzliche Chlorzugabe?

Eine zusätzliche Chlorzugabe erfolgt in der Regel immer dann, wenn die natürliche Desinfektionswirkung des Wassers nicht ausreichend ist, um Bakterien, Viren und sonstige Erreger zu entfernen. Dies kann etwa bei einer unzureichenden Wasseraufbereitungsanlage oder bei einer Verschmutzung des Trinkwassers aufgrund von Naturkatastrophen der Fall sein.

Auch Rohrbrüche oder anderweitige Reparaturen am Rohrnetz können eine bakteriologische Verunreinigung des Trinkwassers zur Folge haben, sodass hier dem Leitungswasser kurzzeitig Chlor hinzugefügt wird.

Chlor im Trinkwasser – deshalb kommt es zum Einsatz

Die Verwendung von Chlor im Trinkwasser hat sich als äußerst effektive Methode zur Gewährleistung der Sicherheit und Unbedenklichkeit des Trinkwassers erwiesen. Wie bereits erwähnt, hilft es in erster Linie dabei, das Wasser von potenziell schädlichen Bakterien, Viren und anderen Mikroorganismen zu reinigen und somit das Risiko von wasserübertragbaren Krankheiten zu reduzieren.

Hierbei richten sich die Wasserwerke insbesondere nach dem Gehalt der EHEC-Bakterien (Enterohämorrhagische Escherichia coli). Diese Stämme des Darmbakteriums E. coli können leichte bis schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Während einige Ansteckungen mit dem Bakterium symptomlos verlaufen, klagen andere bei einer Infektion über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. In besonders schweren Fällen kann die Erkrankung sogar zu einer schweren Darmentzündung, einer Blutarmut oder auch einer Nierenschwäche führen, was unter Umständen lebensbedrohlich enden kann.

Laut der Trinkwasserverordnung dürfen sich in 100 Millilitern Trinkwasser keine E. Coli Bakterien befinden. Demnach verwenden die Wasserwerke Chlor in geringen Mengen, um die bakteriologische Sauberkeit des Trinkwassers zu gewährleisten.

Welche Grenzwerte gibt es für Chlor im Leitungswasser?

Die Grenzwerte für Chlor im Trinkwasser variieren je nach Land und Region. In Deutschland liegt der gesetzlich festgelegte Grenzwert bei 0,3 Milligram pro Liter Wasser. Obwohl Chlor im Trinkwasser grundsätzlich als gesundheitlich unbedenklich gilt, kann ein dauerhaft zu hoher Chlorgehalt Gesundheitsschäden verursachen.

Darüber hinaus können einige Menschen empfindlich auf Chlor im Trinkwasser reagieren, insbesondere wenn sie an Allergien oder Asthma leiden. Um festzustellen, wie viel Chlor sich tatsächlich im Leitungswasser befindet, kann ein Trinkwassertest durchgeführt werden.

Welche Auswirkungen hat das Chlor auf den Körper?

Viele Verbraucher haben Bedenken, wenn es um gechlortes Wasser geht. Die erste Reaktion ist häufig, dass es sich bei Chlor um ein Gift handelt. Während Chlor im Trinkwasser grundsätzlich dazu beitragen kann, das Wasser von potenziell schädlichen Bakterien und Viren zu befreien, kann es bei übermäßigem Konsum tatsächlich auch negative Auswirkungen auf den Körper haben. So bildet das gasförmige Element mit Wasser Salzsäure, die durchaus die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Chlor im Trinkwasser kann überdies die Haut und die Schleimhäute reizen, was zu trockener Haut und Atemproblemen führen kann. Einige Menschen können auch allergisch auf Chlor reagieren und Hautausschläge oder andere allergische Reaktionen entwickeln. Der regelmäßige Konsum von Chlorwasser kann ferner eine Schädigung der Leber und des zentralen Nervensystems verursachen.

Die Schädlichkeit von Chlor im Trinkwasser wird auch durch eine Studie der Universität Birmingham (1) bestätigt. Im Rahmen der Studie wurde festgestellt, dass der Konsum von Chlorwasser bei schwangeren Frauen zu kindlichen Fehlbildungen wie einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte oder auch Herzfehlern führen kann.

In einigen Fällen kann eine Überdosierung von Chlor eine Chlorvergiftung herbeiführen, die zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Krämpfen und sogar zum Tod führen kann.

Gechlortes Trinkwasser – schädlich für Kinder?

Eltern sollten insbesondere darauf achten, dass ihre Kinder kein Trinkwasser mit Chlor verzehren. So haben einige Studien (2) bereits gezeigt, dass Kinder, die gechlortes Wasser trinken, ein erhöhtes Risiko für Asthma und Allergien haben. Es wird angenommen, dass dies aufgrund der Auswirkungen von Chlor auf das Immunsystem und die Lungenfunktion geschieht.

Weiterhin ist die Darmflora besonders bei kleinen Kindern noch überaus empfindlich gegenüber Chemikalien wie Chlor. So kann der Verzehr von gechlortem Wasser bei Kindern zu Bauchschmerzen, Durchfall oder Krämpfen führen.

In jedem Fall ist es wichtig, den Grenzwert für Chlor im Trinkwasser einzuhalten und auf mögliche negative Auswirkungen zu achten. Wenn Sie Bedenken haben oder Ihr Kind allergisch auf Chlor reagiert, sollte Ihr Leitungswasser frei von Chlor oder anderen Schadstoffen und Chemikalien sein. Auch Hormone im Wasser sollten überprüft werden.

Mehr Chlor im Trinkwasser – auch in Deutschland

Bisher kam es hierzulande nur in seltenen Fällen zu erhöhten Chlorwerten im Trinkwasser. Dennoch wurde in den letzten Jahren in einigen Regionen Deutschlands eine erhöhte Chlorierung des Trinkwassers festgestellt. Das liegt daran, dass in einigen Gebieten vermehrt Keime im Trinkwasser gefunden wurden und Chlor als effektives Mittel zur Keimreduktion eingesetzt wurde. Auch nach starken Regenfällen kann das Oberflächenwasser stark verunreinigt werden, sodass die Wasserwerke diesen Verunreinigungen im Leitungswasser mit der Zugabe von Chlor entgegenwirken.

In einigen Fällen wurde auch eine Überschreitung des zulässigen Grenzwertes für Chlor im Trinkwasser nachgewiesen. Es ist daher wichtig, dass die Wasserversorger regelmäßig die Wasserqualität überprüfen und den Chlorgehalt im Trinkwasser kontrollieren, um eine Überdosierung zu vermeiden. Bei Bedenken sollte man unbedingt auf Warnungen des örtlichen Gesundheitsamts achten.

Trinkwasser auf Reisen – das sollten Sie beachten

Das Risiko, an einer Legionellen-Infektion zu erkranken, ist im Ausland besonders hoch. Daher trifft man im Urlaub immer wieder auf stark gechlortes Wasser, welches sich bereits an dem einzigartigen Chlorgeruch identifizieren lässt.

Wenn Sie auf Reisen sind, kann es schwierig sein, sichere Trinkwasserquellen zu finden. In vielen Ländern ist das Leitungswasser nicht sicher zu trinken und kann Krankheiten verursachen. Eine Liste, welche Länder hiervon betroffen sind, wurde von dem US-amerikanischen Center for Disease Control and Prevention veröffentlicht.

Um sicherzugehen, dass Ihnen auf Ihren Reisen sicheres Trinkwasser zur Verfügung steht, können Sie einige Maßnahmen ergreifen. Eine Möglichkeit ist, Wasser in Flaschen zu kaufen, das aus einer zuverlässigen Quelle stammt. Wenn dies nicht möglich ist, können Sie Wasser selbst desinfizieren, indem Sie es abkochen oder mit speziellen Wassertabletten behandeln, die Bakterien und Viren abtöten. Zusätzlich sollten Sie vermeiden, Eiswürfel oder ungewaschenes Obst und Gemüse zu konsumieren, da diese möglicherweise mit unsicheren Wasserquellen in Kontakt gekommen sind.

Durch sorgfältige Vorsichtsmaßnahmen können Sie das Risiko von Magen-Darm-Erkrankungen auf Reisen minimieren und sicherstellen, dass Sie sichere Trinkwasserquellen haben.

Chlor im Trinkwasser – so werden Sie es los

Obwohl in Deutschland strenge Vorschriften für die Trinkwasserqualität gelten, kann es trotzdem sinnvoll sein, Chlor aus dem Leitungswasser zu filtern. Ein Grund dafür ist der Schutz vor potenziell gefährlichen Nebenprodukten, die während der Wasserdesinfektion entstehen können, beispielsweise Trichlormethanen. Diese Stoffe können erwiesenermaßen krebserregend sein und unter anderem auch aus Industrieabwässern ins Leitungswasser gelangen.

Insbesondere für Schwangere, kleine Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sollten entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um den Chlorgehalt im Wasser zu reduzieren oder gar vollständig zu beseitigen. Hier können spezielle Wasserfilter mit Aktivkohle helfen, schädliche Stoffe sicher aus dem Wasser zu entfernen. Alternativ kann auch eine Osmoseanlage installiert werden, die reines Trinkwasser ohne ungewünschte Zusätze herstellt.

Eine positive Auswirkung der Wasserfilterung ist zudem eine Verbesserung des Geschmacks und Geruchs des Wassers.

Verbessern Sie Ihr Trinkwasser

Die Verwendung hochwertiger Wasserfilter kann nicht nur das Chlor aus dem Trinkwasser entfernen, sondern auch andere Verunreinigungen und Schadstoffe. Es gibt eine Vielzahl von Wasserfiltern auf dem Markt, darunter Umkehrosmosefilter, Aktivkohlefilter und Ionenaustauschfilter. Jeder Filtertyp hat seine eigenen Vor- und Nachteile und ist für unterschiedliche Zwecke geeignet.

Wenn Sie beispielsweise Verunreinigungen wie Schwermetalle oder Pestizide entfernen möchten, sind Aktivkohlefilter oder Ionenaustauschfilter ideal. Für eine umfassende Entfernung von Schadstoffen, einschließlich Chlor, können Umkehrosmosefilter die beste Option sein.

Insbesondere in der Küche sollten Maßnahmen zur Verbesserung des Leitungswassers ergriffen werden, da das Wasser aus dem Küchenhahn in der Regel zum Trinken und Kochen verwendet wird. Mithilfe eines leistungsstarken Wasserfilters können unerwünschte Schadstoffe inklusive Chlor zuverlässig entfernt werden.

Auch beim Duschen kann Chlor negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben. Durch das Einatmen des Chlors können Schäden der Lunge verursacht werden, sodass hier ein spezieller Aktivkohlefilter für Duschen geeignet ist.

Hochwertige Aktivkohlefilter vereinen die meisten Vorteile

Aktivkohlefilter sind eine erschwingliche und effektive Möglichkeit, das Chlor im Trinkwasser zu reduzieren und gleichzeitig andere Verunreinigungen zu entfernen. Hochwertige Aktivkohlefilter können neben Schadstoffen auch unerwünschte Geschmacks- und Geruchsveränderungen im Wasser reduzieren und die Wasserqualität insgesamt verbessern.

Im Vergleich zu einem Umkehrosmosefilter entzieht der Aktivkohlefilter dem Trinkwasser keine Mineralien und er ist deutlich günstiger in der Anschaffung und kann schnell und unkompliziert installiert werden.

Die Funktionsweise eines Aktivkohlefilters ist relativ simpel: Die feinporige Oberfläche des Filters entzieht dem Trinkwasser jegliches Chlor sowie Chlorverbindungen durch die sogenannte katalytische Wirkung. Ein hochwertiger Filter kann hier sogar einen Wirkungsgrad von bis zu 99 Prozent erreichen. Während jegliche Schadstoffe bei der Wasseraufbereitung entfernt werden, verbleiben alle wichtigen Mineralstoffe im Trinkwasser, sodass die Qualität des Wassers bewahrt wird.

Wie bereits erwähnt, lassen sich Aktivkohlefilter unkompliziert und platzsparend in der Küche installieren. Auch die Anschaffungskosten und Wartungskosten für diesen Filter sind vergleichsweise gering. Es ist jedoch wichtig, einen Filter von hoher Qualität zu wählen, um sicherzustellen, dass dieser effektiv ist und nicht dazu beiträgt, andere Verunreinigungen in das Wasser abzugeben.

 

FAQ

Grundsätzlich soll Chlor im Leitungswasser dem Schutz des Verbrauchers dienen. So kann gechlortes Wasser bis zu einem bestimmten Grenzwert durchaus getrunken werden, sofern der Wasserversorger nicht auf etwas anderes hinweist oder der Chlorgehalt dauerhaft zu hoch ist. Dennoch empfehlen wir den Verzehr von gechlortem Wasser nicht, da dies unter Umständen negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann.

Da Chlor in konzentrierter Menge giftig ist, wird das Trinken von gechlortem Wasser nicht empfohlen. Um Ihr Trinkwasser aus der Leitung von Chlor und anderen Schadstoffen zu befreien, haben Sie die Möglichkeit, eine Wartung durchzuführen und einen Wasserfilter aus Aktivkohle zu verwenden.

Der Chlorgehalt im Trinkwasser darf die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung nicht überschreiten. Ist dies der Fall, kann das Chlor unter anderem zu Reizungen der Augen, Atemwege und Schleimhäute führen oder sonstige gesundheitliche Schäden verursachen.

Wie lange Chlor im Trinkwasser bleibt, hängt maßgeblich von der jeweiligen Chlorkonzentration ab. Da in den Wasserleitungen jedoch kaum ein Luftaustausch stattfinden kann, verbleibt das chemische Element deutlich länger im Trinkwasser, als beispielsweise im offenen Schwimmbad. Dies kann unter Umständen zu dauerhaft hohen Chlorwerten führen.

Fazit

Chlor im Trinkwasser spielt grundsätzlich eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene. Obwohl die zulässigen Grenzwerte für Chlor im Leitungswasser in Deutschland weitestgehend eingehalten werden, gibt es gute Gründe, das Wasser zusätzlich zu filtern.

Besonders für empfindliche Personengruppen wie Schwangere und kleine Kinder ist es wichtig, auf eine optimale Wasserqualität zu achten. Mit unseren hochwertigen Wasserfiltern mit Aktivkohle von Sanquell lässt sich Chlor sicher und effektiv entfernen, ohne dass hierbei wichtige Mineralstoffe aus dem Trinkwasser entzogen werden. Somit können nicht nur etwaige Gesundheitsrisiken durch Chlor verringert, sondern auch die Qualität des Trinkwassers nachhaltig verbessert werden.

 

Quellen:
(1) https://www.csn-deutschland.de/blog/2008/11/26/studie-zeigt-chloriertes-trinkwasser-kann-geburtsfehler-ausloesen/
(2) https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/babyschwimmen-asthmagefahr-durch-desinfektion-chlor

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