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► Salzwasser trinken – Wie sinnvoll ist der Trend?

Lange Zeit hatte Salz einen schlechten Ruf inne, denn unser Hang zum Fast Food und zu Fertiggerichten geht mit einer erhöhten Salzaufnahme einher. Außerdem erweckt das Trinken von salzhaltigem Wasser bei vielen Misstrauen. Denn bereits Kindern wird vor einem Aufenthalt am Meer beigebracht, dass man Meerwasser aufgrund des Salzanteils nicht trinken sollte.   Doch eins steht fest: Ohne Salz wäre der Mensch nicht überlebensfähig. Der Grund: Steht zu wenig Salz zur Verfügung, wird der Wasserhaushalt gestört. Dieser Umstand kann dazu führen, dass die Leistungsfähigkeit leidet und der Mensch im Extremfall nicht mehr lebensfähig wäre. Aber sollte deswegen gezielt Salzwasser konsumiert werden? Die Antwort auf diese Frage liefert der folgende Artikel!

Salzwasser trinken – Ist das gesund?

Maximal 6 Gramm pro Tag: Dieser Höchstwert entspricht der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Denn ein hoher Salzkonsum gilt seit Jahren als möglicher Auslöser für zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die WHO empfiehlt eine Aufnahme von unter 3 Gramm Natrium pro Tag und warnt im selben Zuge davor, dass dieser Wert in der westlichen Welt deutlich überschritten wird. Die Grundlage für die Empfehlung bilden Kurzzeitstudien im Hinblick auf den Blutdruck (BP). Daten zu einer reduzierten Natriumaufnahme lagen zu diesem Zeitpunkt nicht vor. 

Nun untersuchten kanadische Forscher in einer Vergleichssstudie mit 18 Ländern, ob eine erhöhte Natrium- und Kaliumaufnahme Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Sterblichkeit beeinflusst. Das Ergebnis: Bis zu 12 Gramm Salz pro Tag können konsumiert werden, ohne dass gesundheitliche Konsequenzen festzustellen sind. Dieser Wert übersteigt die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der WHO. 

Doch warum ist es möglich, mehr Salz zu konsumieren als angenommen? Nach wie vor gilt: Viel Salz kann zu einem erhöhten Bluthochdruck und zu einem Schlaganfall führen. Neu ist allerdings die Erkenntnis, dass die Organe unterschiedlich stark auf die Salzzufuhr reagieren und diese sich erst dann negativ auswirkt, wenn 12 Gramm Salz pro Tag überschritten werden. Dies kann beispielsweise in Asien der Fall sein, wo viele Menschen sehr salzige Speisen bevorzugen. 

Fest steht: Die Menge macht das Gift. Eine Auswertung des Deutschen Erwachsenen Gesundheitssurveys (DEGS) durch das Robert-Koch-Institut zeigt, dass Frauen und Männer die eben genannte Tagesdosis von 12 Gramm Salz im Durchschnitt nicht erreichen.

Frauen konsumieren laut Ergebnissen circa 8,4 Gramm Salz pro Tag und Männer 10 Gramm. Damit liegen die Werte über den Empfehlungen der DGE und der WHO, aber unter dem Forschungsergebnis der kanadischen Studie. 

Eine zu reduzierte Aufnahme von Salz kann dagegen ebenfalls zu Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Denn der menschliche Körper benötigt Salz, um den Flüssigkeitshaushalt, die Muskelfunktionen und den Blutdruck zu regulieren. 

Mineralstoffe wie Natrium nehmen wir über die Nahrung und das Trinkwasser auf. Dabei variiert der Mineralstoffgehalt je nach Region. Manche Hersteller von Mineralwasser filtern bestimmte Mineralstoffe heraus, während andere diverse Stoffe hinzufügen. Wasser ohne Mineralien erhält nur, wer das Leitungswasser filtert. 

Zudem ist noch nicht klar, in welchen Maßen der Körper Mineralstoffe wie Natriumchlorid (Kochsalz) aus dem Wasser aufnehmen kann. Fest steht bisher, dass die Mineralstoffaufnahme leichter erfolgen kann, wenn diese sich in einer Umgebung von H2O-Molekülen befinden. Gehen die Mineralstoffe dagegen Verbindungen ein, soll es schwieriger sein, diese zu verwerten. 

Was sind die Vorteile und Nachteile beim Salzwasser trinken?

Natriumchlorid kann zum Erhalt der körperlichen Funktionen beitragen. Allerdings können derzeit noch keine Aussagen darüber getroffen werden, ob und in welchen Maßen das Salz im Wasser vom Körper aufgenommen und verwertet werden kann. 

Bisher wird vermutet, dass der Genuss von Salzwasser die Produktion der Magensäure und die Verdauung anregen könnte. Weiterhin sollen Giftstoffe vermehrt gebunden und abtransportiert werden können. 

Doch Vorsicht: Der Konsum von Salzwasser kann sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken, wenn über die Nahrung bereits eine hohe Menge an Salz aufgenommen wird. Wer seine Speisen also stark salzt, sollte nicht zusätzlich zu Salzwasser greifen. 

Weiterhin erfolgt der Konsum von Salzwasser nicht aus einem Durst-Gefühl heraus, sondern gezielt. Eine Kur mit Salzwasser sollte in jedem Fall mit einem Arzt besprochen werden.

Abnehmen mit Salzwasser – Geht das?

Vor einigen Jahren sorgten Studien für Aufsehen, die eine Salzaufnahme mit einer Gewichtsreduktion in Verbindung brachten. So sollte der Konsum von Salzwasser – wie der Konsum vom salzarmen Wasser auch – den Magen füllen und den Hunger vertreiben. Die Annahme: Wer seinem Körper Salz durch Salzwasser zuführt, versorgt den Körper bereits während der Flüssigkeitszufuhr mit Natriumchlorid. 

Derzeit kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob die Salzaufnahme über die Nahrung ausreicht oder zusätzlich durch Wasser realisiert werden sollte.

Die Intermap-Studie, die von dem Imperial College of London realisiert wurde, stellte dagegen fest, dass bereits eine zusätzliche Zufuhr von 1 Gramm Salz pro Tag bei 24 Prozent der 4680 Probanden zu einer Gewichtszunahme führen könnte. 

SOLE-TRINKKUR ALS TREND

Alte Schriften zeugen von der Verwendung von Sole-Trinkkuren. Und auch heute wird die Trinkkur häufig im Rahmen einer Kur verabreicht. Dabei spaltet der Trend Ernährungswissenschaftler und Ärzte. Doch was hat es mit dem neuen Trend auf sich? 

Was ist eine Sole-Trinkkur und wie funktioniert sie?

Eine Sole ist eine Mischung aus Wasser und Salz, häufig Kristallsalz aus dem Himalaya. Die japanische Wasserkultur geht noch einen Schritt weiter. Hier wird das Wasser lauwarm getrunken.

Die Sole-Trinkkur aus dem Glas soll das Wohlbefinden verbessern, den Körper entsäuern, die Verdauung anregen, den Schlaf fördern und Disharmonien im Körper beseitigen können. Dabei wird ein Glas stilles Wasser mit einem Teelöffel Sole angereichert und morgens konsumiert. 

Ein Tipp: Um den Reinigungseffekt zu verstärken, sollte das Wasser gefiltert werden. Auf diese Weise werden Kalk und Giftstoffe zuverlässig entfernt.

Das Fazit: Sollte man Salzwasser trinken?

Eine neue Studie aus Kanada gibt Hinweise darauf, dass die Empfehlungen von der WHO und der DGE zur täglichen Salz-Menge womöglich nicht mehr aktuell sind. Denn die Forschergruppe fand heraus, dass ein Salzkonsum ab 12 Gramm pro Tag Erkrankungen begünstigen kann, während eine geringere Salzaufnahme bei den Probanden nicht mit den typischen Krankheiten in Verbindung gebracht werden konnte. 

Ob der Konsum von Wasser mit einem hohen Salzgehalt bei der Gewichtsreduktion hilft, kann derzeit nicht beurteilt werden. Auch der Trend “Sole” stützt sich auf keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Nutzer berichten von einem gesteigerten Wohlbefinden. Allerdings ist noch nicht klar, ob und wie der Körper Mineralstoffe aus dem Wasser aufnehmen kann. Es kann sich demnach als sinnvoller erweisen, das Leitungswasser zu filtern und pur zu genießen. 

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Lisa Scholl

Wasserfilter-Expertin