Fleur de Sel ist kein Kochsalz. Es ist das, was zum Schluss auf den Teller kommt: auf die aufgeschnittene Tomate, auf das ruhende Steak, aufs Spiegelei, auf dunkle Schokolade oder Karamell. Die Flocken knirschen kurz zwischen den Zähnen und lösen sich dann auf — deshalb gibt man sie erst, wenn nicht mehr gerührt wird.
Warum es so selten ist
An stillen Morgen, wenn Dunst, leichter Wind und Sonne zusammenkommen, bildet sich auf den Salzbecken eine hauchdünne Kristallschicht, brüchig wie erste Eisdecke. Sie wird mit besonderem Werkzeug von Hand abgeschöpft und in Körben in der Sonne getrocknet. An guten Tagen kommen so etwa 50 Kilogramm zusammen — gegenüber rund einer Tonne Natur-fein im selben Salzgarten.
Wie man es dosiert
Mit den Fingern, nicht mit dem Streuer: eine Prise zwischen Daumen und Zeigefinger, aus etwas Höhe über das Gericht. So verteilen sich die Flocken, statt an einer Stelle zu liegen. Für das Kochwasser oder den Teig ist Fleur de Sel zu schade — dafür ist Natur fein da.
Zutaten
- 100 % handgeschöpfte, luftgetrocknete Meersalzflocken
- ohne Rieselhilfe, ohne Jod, ohne Zusätze
Das Wasser stammt aus einem etwa 400 Jahre alten unterirdischen Meerwassersee, nicht aus dem offenen Meer.
