Was du mitnehmen solltest
Legionellen sind wasserlebende Umweltkeime und vermehren sich am stärksten bei einer Wassertemperatur von 25°C bis 45°C.
Thermische Desinfektion versagt an Totleitungen, in Biofilmen und bei Legionellen in Amöben.
Endständige Sterilfilter mit 0,2 µm Poren halten Legionellen sofort an der Zapfstelle zurück.
Die unbehandelte Legionärskrankheit hat eine Letalität von 5 bis 13 Prozent.
Der Maßnahmenwert der Trinkwasserverordnung liegt bei 100 KBE pro 100 Milliliter.
Was Legionellen sind und warum sie gefährlich werden
Legionellen (Legionella) sind eine Gattung stäbchenförmiger, gramnegativer Bakterien. Als natürliche Umweltkeime kommen sie in geringer Zahl in Oberflächengewässern und im Grundwasser vor. Dort sind sie harmlos, weil ihre Konzentration niedrig bleibt. Zum Problem werden sie erst im künstlichen Habitat der Trinkwasseranlage. In Warmwasserspeichern, verzweigten Leitungsnetzen und selten genutzten Rohren finden sie ideale Bedingungen, um sich massiv zu vermehren. Die entscheidende Gefahr entsteht dabei nicht durch das Trinken belasteten Wassers, denn der Magen mit seiner Säure neutralisiert die Keime weitgehend. Kritisch wird es, wenn Wasser zerstäubt wird und die Bakterien als Aerosol in die Atemwege gelangen. Die bedeutsamste Art ist Legionella pneumophila, vor allem Serogruppe 1, die für den Großteil der schweren Erkrankungen verantwortlich ist. Daneben verursacht die überwiegend in Blumenerde vorkommende Art Legionella longbeachae einen kleineren Teil der Fälle.
Vermehrung und Temperaturverhalten im 25-bis-45-Grad-Bereich
Das Vermehrungsverhalten von Legionellen ist eng an die Wassertemperatur gekoppelt, und genau hier liegt der Kern vieler Missverständnisse. Die Abtötung braucht Zeit und ausreichende Temperatur an der jeweiligen Stelle. Erst wenn diese Werte tatsächlich in der gesamten Trinkwasseranlage erreicht werden, auch in den Randbereichen, wirkt die thermische Behandlung. Lauwarmes Wasser in Speichern, schlecht gedämmten Leitungen oder bei Stagnation liefert dagegen wochenlang die perfekte Brutstätte.
Für die einzelnen Temperaturbereiche heißt das: Unter 20 °C findet kaum Vermehrung statt, ein Überleben der Bakterien bleibt aber möglich. Im kritischen Bereich von 25°C bis 45°C herrschen optimale Vermehrungsbedingungen. Bei einer Wassertemperatur über 55°C wird das Wachstum gehemmt, ab 60°C sterben die Legionellen nach etwa 30 Minuten ab, und bei 70 °C genügen bereits wenige Sekunden. Welche Temperatur zum Abtöten von Legionellen genau nötig ist, hängt stark von der Einwirkzeit ab.
Biofilme und Amöben als Schutzräume der Bakterien
Legionellen leben selten frei im Wasser. Sie siedeln bevorzugt in Biofilmen, also schleimigen Belägen aus Mikroorganismen, die sich an den Innenwänden von Rohren, Speichern und Armaturen bilden. In diesem Biofilm sind die Bakterien vor Temperatur und Desinfektionsmitteln weitgehend abgeschirmt, denn Chemie und Hitze erreichen die tieferen Schichten oft gar nicht. Noch wirkungsvoller ist der Schutz durch Amöben. Legionellen sind fakultativ intrazelluläre Parasiten. Sie dringen in freilebende Amöben und in menschliche Makrophagen ein und vermehren sich dort im Zellinneren. Innerhalb dieser Wirtszellen überstehen sie thermische Belastungen selbst über 55°C, die frei schwimmende Bakterien längst abgetötet hätten. Dieser Effekt zeigt sich auch bei der thermischen Desinfektion, die nicht alle Legionellen erfasst. Genau das ist der Grund, warum eine einzelne Heißwasserspülung selten dauerhaft wirkt und Hitze allein nicht zuverlässig schützt. Die geschützten Keime besiedeln die Leitung anschließend erneut.
Wo Legionellen in Wassersystemen lauern
In der Gebäudetechnik gibt es typische Problemzonen. Warmwasserspeicher, die auf zu niedriger Temperatur betrieben werden, sind ein Klassiker. Genauso gefährlich sind selten genutzte Leitungsstränge, in denen Wasser tagelang steht, etwa in Gästebädern, Ferienwohnungen oder leerstehenden Räumen. Außerhalb der Trinkwasseranlage sind Kühltürme und Verdunstungskühlanlagen berüchtigt, weil sie große Mengen Aerosol in die Umgebungsluft abgeben und dadurch ganze Ausbrüche auslösen können. Auch Whirlpools, Luftbefeuchter, Zierbrunnen und Klimaanlagen bieten warmes, stehendes Wasser im Bereich von 25°C bis 45°C und eine effektive Zerstäubung, also die ideale Kombination für eine Ansteckung. Weitere Faktoren dazu, wann sich Legionellen bilden, spielen bei der Risikobewertung eine wichtige Rolle.
Übertragung über Aerosole aus Dusche, Perlator und Kühlturm
Der Infektionsweg ist klar umrissen. Legionellen gelangen ausschließlich über die Inhalation von Aerosolen in den Körper. Beim Duschen, beim Aufdrehen eines Wasserhahns mit Perlator, in Whirlpools oder durch die Sprühnebel von Kühltürmen entstehen feinste Wassertröpfchen. Sind diese kleiner als etwa fünf Mikrometer, dringen sie bis in die Lungenbläschen vor und lösen dort die Legionellose aus. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch findet praktisch nicht statt, das Risiko konzentriert sich vollständig auf den Moment, in dem Wasser zu Nebel wird. Ihren Namen verdankt die Krankheit einem Ausbruch bei einem Treffen der amerikanischen Kriegsveteranenorganisation American Legion 1976 in Philadelphia. Von 182 erfassten Erkrankten starben 29. Fraser und Kollegen beschrieben den Ausbruch 1977 und legten epidemiologisch eine luftgetragene Ausbreitung nahe.
Warum heißes Wasser allein nicht vor Legionella schützt
Die thermische Behandlung ist ein sinnvolles Werkzeug, aber kein Allheilmittel. In der Praxis versagt sie an mehreren Punkten zugleich, und diese Schwachstellen erklären, warum trotz heißer Warmwasseranlagen immer wieder Belastungen mit Legionella pneumophila auftreten. Drei Faktoren greifen ineinander: Das heiße Wasser erreicht nicht alle Stellen, die Bakterien verstecken sich vor der Hitze, und an der Zapfstelle bildet sich am Ende doch wieder infektiöses Aerosol. Eine Warmwasseranlage ist kein homogenes System, sondern besteht aus vielen Abschnitten mit sehr unterschiedlichen Bedingungen. Warum eine zentrale Temperaturerhöhung allein keinen verlässlichen Schutz bietet, zeigen die folgenden Punkte.
Totleitungen und Stagnation
In jeder größeren Trinkwasseranlage gibt es Leitungsabschnitte, die kaum oder gar nicht durchflossen werden, etwa abgeklemmte Stränge, selten genutzte Zapfstellen oder überdimensionierte Rohre. Das heiße Wasser gelangt dorthin schlicht nicht in ausreichender Menge oder Temperatur, sodass das Wasser dort auf den kritischen Vermehrungsbereich von 25°C bis 45°C abkühlt. Eine zentrale Erhitzung des Speichers ändert daran nichts.
Biofilm und Amöben trotzen der Hitze
Hinzu kommen die bereits beschriebenen Schutzräume in Biofilm und Amöben. Selbst wenn heißes Wasser eine Stelle erreicht, bleiben die dort geborgenen Keime thermisch geschützt.
Das Aerosol entsteht trotzdem an der Zapfstelle
Der entscheidende Punkt: Selbst 60 Grad heißes Wasser nimmt auf dem Weg durch belastete Endstücke, Duschschlauch und Duschkopf erneut Keime auf. Der letzte Meter der Leitung entscheidet, und genau dort setzt die einzige zuverlässige Sofortmaßnahme an, ein endständiger Filter direkt an der Entnahmestelle.
Endständige Filter als Sofortschutz an Dusche und Wasserhahn
Ein endständiger Filter wird unmittelbar vor dem Austritt montiert, am Duschkopf, am Wasserhahn oder am Badewannenzulauf. Sein Prinzip ist mechanisch und damit unabhängig von Temperatur, Chemie oder dem Zustand des Leitungsnetzes. Die Bakterien werden physisch zurückgehalten, bevor das Wasser zerstäubt und eingeatmet werden kann. So wirkt er sofort und punktgenau dort, wo die Legionellose entsteht, ideal für Risikogruppen und akut belastete Anlagen. Welche Filtertypen dabei zum Einsatz kommen und wodurch sich ein Legionellenfilter für die Dusche unterscheidet, zeigen die folgenden Abschnitte.
Aktivkohlefilter und Sterilfilter im Vergleich
In der Wasserhygiene kommen zwei komplementäre Filtertypen zum Einsatz. Der Aktivkohlefilter reduziert vor allem Chlor, Schadstoffe, Gerüche und Geschmacksstoffe, hält aber Bakterien nicht zuverlässig zurück. Der Sterilfilter, auch Membranfilter genannt, arbeitet mit einer Membran mit einer Porengröße von etwa 0,2 µm und hält gramnegative Bakterien wie Legionellen mechanisch zurück. Für den gezielten Schutz vor Legionellen ist der Sterilfilter der entscheidende Baustein. Zum Einsatz solcher endständigen Sterilfilter an mikrobiologisch belasteten Entnahmestellen liegen mittlerweile klare Empfehlungen vor.
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Merkmal | Aktivkohlefilter | Sterilfilter / Membranfilter |
|---|---|---|
Wirkprinzip | Adsorption | mechanische Rückhaltung |
Porengröße | grob, nicht bakteriendicht | zwischen 0,085 – 0,2 µm |
Bakterienrückhalt | nein | ja |
Einsatzbereich | Schadstoffe, Chlor, Geschmack | Legionellen, Bakterien |
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Legionärskrankheit und Pontiac-Fieber: die zwei Krankheitsbilder
Eine Ansteckung mit Legionellen kann sich in zwei sehr unterschiedlichen Formen äußern. Die schwere Verlaufsform der Legionellose ist die Legionärskrankheit, eine Lungenentzündung mit hohem Fieber, Husten, Atemnot und häufig auch Verwirrtheit, Durchfall und Kopfschmerzen. Unbehandelt kann sie lebensbedrohlich verlaufen. Ihre Inkubationszeit beträgt zwei bis zehn Tage. Das Pontiac-Fieber ist die deutlich mildere Variante. Es zeigt sich schon nach wenigen Stunden bis drei Tagen und verläuft grippeähnlich mit erhöhter Temperatur, Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit, aber ohne Lungenentzündung. In der Regel heilt es innerhalb weniger Tage von selbst aus, während die Legionärskrankheit dringend ärztlich behandelt werden muss.
Legionärskrankheit von Grippe und COVID-19 unterscheiden
Für Laien ist die Legionärskrankheit anhand der Symptome kaum von einer Grippe oder von COVID-19 zu unterscheiden. Ein wichtiger Hinweis ist der Zusammenhang mit einer möglichen Aerosolquelle, etwa nach einem Hotelaufenthalt oder bei einer verdächtigen Wasseranlage. Die sichere Abgrenzung gelingt nur im Labor. Die Legionärskrankheit hat eine Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen, geht mit einer Lungenentzündung einher und wird über Aerosole aus Wasser übertragen. Das Pontiac-Fieber zeigt eine kurze Inkubationszeit von wenigen Stunden bis drei Tagen und verläuft ohne Lungenentzündung mild. Influenza hat dagegen eine Inkubationszeit von ein bis vier Tagen, COVID-19 von zwei bis vierzehn Tagen; beide können eine Lungenentzündung auslösen und werden von Mensch zu Mensch übertragen.
Wer besonders gefährdet ist
Nicht jeder, der Legionellen einatmet, erkrankt an einer Legionellose. Das Risiko hängt stark von der körperlichen Verfassung ab. Zu den Risikogruppen zählen vor allem ältere Menschen, rund drei Viertel der gemeldeten Fälle betreffen Personen über 50 Jahre. Stark erhöht ist das Risiko auch bei Rauchern, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, chronischen Herz- und Lungenerkrankungen sowie Diabetes. Auffällig ist, dass Männer zwei- bis dreimal häufiger erkranken als Frauen, vermutlich wegen des höheren Raucheranteils und häufiger vorliegender Grunderkrankungen. Für Patienten in Krankenhäusern und Bewohner von Pflegeeinrichtungen kann eine solche Legionellen-Infektion besonders bedrohlich werden.
Diagnostik und Therapie der Legionellose
Der schnellste und wichtigste Nachweis der Legionellose erfolgt über den Legionellen-Antigen-Test im Urin. Er liefert innerhalb weniger Stunden ein Ergebnis, erkennt allerdings vor allem Legionella pneumophila Serogruppe 1. Ergänzend wird eine Kultur aus Atemwegssekret angelegt, die auch andere Serogruppen sowie Legionella longbeachae erfasst und für die Rückverfolgung der Infektionsquelle wichtig ist. Diese Anzucht dauert mehrere Tage. Bei der Behandlung kommen Antibiotika zum Einsatz, die auch in die Zellen eindringen, da Legionellen intrazellulär überleben. Mittel der Wahl sind Makrolide wie Azithromycin sowie Fluorchinolone wie Levofloxacin. Die Therapie dauert je nach Schwere etwa 7 bis 21 Tage. Wer die Legionärskrankheit übersteht, braucht oft Wochen zur vollständigen Erholung, Langzeitfolgen wie anhaltende Erschöpfung sind möglich.
Trinkwasserverordnung, Maßnahmenwert und Meldepflicht
Der rechtliche Rahmen ist in Deutschland klar geregelt. Die Trinkwasserverordnung legt für Legionellen einen technischen Maßnahmenwert von 100 KBE (koloniebildenden Einheiten) pro 100 Milliliter fest. Wird dieser erreicht oder überschritten, muss die Ursache ermittelt und die Anlage saniert werden. Betreiber einer Trinkwasseranlage, aus der Wasser vernebelt wird und die gewerblich oder öffentlich genutzt wird, dazu zählen vermietete Mehrfamilienhäuser mit zentraler Warmwasserbereitung sowie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, sind zu einer regelmäßigen systemischen Untersuchung auf Legionellen verpflichtet. Die Kosten der Untersuchung trägt in der Regel der Vermieter, der sie teilweise über die Betriebskosten umlegen kann. Die Legionärskrankheit ist nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig. Labore und Ärzte melden Nachweise an das Gesundheitsamt, das die Infektionsquelle ermittelt. Fachliche Grundlagen liefern das Robert Koch-Institut (RKI) und das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Legionellen.
Wie verbreitet Legionellosen sind
Die gemeldete Zahl der Fälle steigt seit Jahren. Für Deutschland lag die Meldeinzidenz 2018 bei etwa 1,7 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner, was rund um den europäischen Durchschnittswert lag. Aktuell wurden 2024 mehr als 2.200 Fälle gemeldet, was einer Inzidenz von rund 2,6 pro 100.000 Einwohner entspricht. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher sein. Weil nicht jede Lungenentzündung auf Legionellen getestet wird, gehen Fachleute von einer erheblichen Untererfassung aus, Schätzungen reichen bis zu 18 bis 36 Fälle pro 100.000 Einwohner. Die Letalität liegt bei etwa 5 bis 13 Prozent, bei geschwächten Patienten höher. Auffällig ist ein saisonales Muster mit einer Häufung in den Sommer- und Herbstmonaten. Etwa jeder fünfte Fall ist reiseassoziiert und tritt nach Aufenthalten in Hotels oder Ferienanlagen auf.
Nach Urlaub oder Leerstand: so beugen Sie zu Hause vor
Nach längerer Abwesenheit hat das Wasser in Ihren Leitungen tagelang stillgestanden, ideale Bedingungen für eine Vermehrung der Legionellen im lauwarmen Wasser bei 25°C bis 45°C. Bevor Sie wieder normal duschen, sollten Sie die Trinkwasseranlage gründlich durchspülen, denn gerade beim ersten Duschen nach der Rückkehr entstehen besonders viele feine Aerosole. Schon wenige Tage ohne Wasserentnahme reichen, damit sich Keime in Warmwasserspeicher und Leitungen anreichern. Die folgenden Schritte spülen die stagnierten Keime zuverlässig aus. Arbeiten Sie alle Zapfstellen der Reihe nach ab:
Öffnen Sie Fenster oder die Badezimmertür, um entstehende Aerosole abziehen zu lassen, und verlassen Sie den Raum während des Spülens möglichst.
Nehmen Sie den Duschkopf ab und lassen Sie das Wasser direkt aus dem Schlauch laufen, um die Zerstäubung zu vermeiden.
Lassen Sie an jeder Zapfstelle das Kaltwasser mehrere Minuten laufen, bis es gleichmäßig kühl ist.
Lassen Sie anschließend das Warmwasser mindestens drei bis fünf Minuten mit maximaler Temperatur (ab 60°C am Speicher) laufen.
Wiederholen Sie den Vorgang an allen selten genutzten Entnahmestellen im Haushalt.
Duschköpfe und Perlatoren richtig reinigen
Duschköpfe, Perlatoren und Luftbefeuchter sind die letzten Meter vor dem Aerosol und damit besonders kritisch. In Kalkablagerungen und Verkrustungen bildet sich Biofilm, in dem sich Legionellen ansiedeln. Diese Bauteile gehören deshalb regelmäßig gereinigt, idealerweise alle vier bis acht Wochen. Schrauben Sie Duschkopf und Perlator ab und legen Sie die Teile für mehrere Stunden, über Nacht ist ideal, in eine Entkalkungslösung oder in verdünnten Haushaltsessig (etwa ein Teil Essigessenz auf vier Teile Wasser). Spülen Sie anschließend gründlich mit heißem Wasser über 55°C nach und bürsten Sie sichtbare Beläge ab. Luftbefeuchter sollten Sie täglich mit frischem Wasser befüllen und mindestens wöchentlich reinigen. Bei stark verkalkten oder alten Bauteilen lohnt sich der Austausch mehr als die Reinigung.
Häufige Fragen zu Legionellen
Was kostet eine Legionellenprüfung?
Eine orientierende Beprobung durch ein akkreditiertes Labor kostet meist zwischen 30 und 80 Euro pro Probenahmestelle, hinzu kommen Anfahrt und gegebenenfalls die Kosten des Probenehmers. Für ein Mehrfamilienhaus mit mehreren Entnahmestellen summiert sich das entsprechend. Passende Fachbetriebe vor Ort gibt es auf fachstelle-legionellenschutz.de
Was ist bei Überschreitung des Maßnahmenwerts zu tun?
Bis die Sanierung greift, schützen endständige Sterilfilter an belasteten Zapfstellen zuverlässig vor eingeatmeten Keimen.
Kommen Legionellen auch im Kaltwasser vor?
Ja, sie überleben auch im Kaltwasser und können sich in schlecht gedämmten Leitungen ausbreiten. Deshalb sollte Kaltwasser konsequent kühl bleiben und die Wassertemperatur nicht in den Bereich von 25°C bis 45°C steigen.
Sind Kinder oder Schwangere besonders gefährdet?
Gesunde Kinder und Schwangere zählen nicht zu den klassischen Risikogruppen. Bei Frühgeborenen, immungeschwächten Kindern oder Vorerkrankungen ist jedoch Vorsicht geboten, hier ist ein zusätzlicher Schutz an der Dusche sinnvoll.


